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09.07.2014

19:55 Uhr

Musterdepots

Warnung vor dem „Schwarzen Schwan“

Devisenspekulanten droht Ungemach, warnt jetzt das Analysehaus Sentix. Die Fachleute untersuchen regelmäßig die Stimmung der Anleger und ziehen daraus Schlüsse für die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die Fachleute des Analysehaus Sentix warnen vor überraschende Verluste am Devisenmarkt. Ein Indikator, der die Markteinschätzung für den Wechselkurs des Dollars zum Euro misst, deute darauf, dass so viele Investoren wie noch nie ein Erstarken der Gemeinschaftswährung erwarten. Doch hierdurch entstehe die Gefahr eines sogenannten „Schwarzen Schwans“ – also das Risiko, dass ein extrem seltenes und unvorhergesehenes Ereignis viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch ich bin eigentlich von einer mittelfristigen Euro-Abwertung überzeugt – zu denken gibt mir die Sentix-Argumentation dennoch.

Fakt ist: Gegen den Euro und für den Dollar spricht vor allem das Auseinanderklaffen der Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks: Während das Geld in der Euro-Zone noch lange Zeit ultrabillig bleiben soll, zeichnen sich in den USA bereits die ersten Zinserhöhungen ab.

Richtig ist aber auch: Je mehr Investoren sich bereits pro Dollar positioniert haben und die US-Währung schon gekauft haben, desto weniger Kurspotenzial verbleibt dem Wechselkurs nachvollziehbarer Weise. Dafür steigt im Gegenzug jedoch die Gefahr eines sich selbst verstärkenden Prozesses, falls sich diese „Konsensspekulation“ als falsch erweist, nach und nach immer mehr Investoren zum Umschwenken gezwungen werden – und Dollar-Positionen wieder auf den Markt werfen.

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