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16.08.2016

19:49 Uhr

Musterdepots

Warten auf den Zinsanstieg

Die US-Zentralbank will neue Konjunkturdaten abwarten, bevor sie eine weitere Leitzinsanhebung wagt. Banken lenken das billige Notenbankgeld in die Anlagemärkte. Dort bläht es die Aktienpreise immer weiter auf.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

FrankfurtUnser Aktienkernportfolio beinhaltet derzeit drei britische Titel: Anglo American, BHP Billiton und Kingfisher. Während die ersten zwei Unternehmen weltweit agierende Rohstoffgiganten sind, deren Erfolg vor allem von der Rohstoffnachfrage an globalen Märkten abhängig ist, ist der größte europäische Baumarktmarktbetreiber Kingfisher an Großbritannien und andere europäische Absatzmärkte gebunden.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Durch das „Brexit“-Referendum geriet der Aktienkurs unter Druck, konnte sich jedoch in den letzten Wochen ziemlich schnell erholen. Vor allem in der Originalwährung – Britischem Pfund – notiert der Titel auf einem „Vor-Referendum-Niveau“, die Erholung in Euro fällt bisher aufgrund der Pfund-Schwäche bescheidener aus. Gestern hat Kingfisher bekannt gegeben, dass der Umsatz im zweiten Quartal um 8,4 Prozent gestiegen ist.

Die Unternehmensvertreter haben betont, dass sie beim kurzfristigen Ausblick aufgrund des Brexits vorsichtig seien, der Konzern spüre jedoch bisher keine Belastung im operativen Geschäft. Bei Kingfisher läuft derzeit ein Investitionsprogramm, welches bis 2021 die Profitabilität des Unternehmens signifikant steigern soll. Darüber hinaus ist für die nächsten drei Jahre ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von etwa 600 Millionen Pfund vorgesehen. Die Kingfisher-Aktie wird von uns weiter gehalten.

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