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15.09.2014

22:01 Uhr

Musterdepots

Warten auf die großen Entscheidungen

In der zweiten Wochenhälfte könnte es an den Börsen hoch hergehen. Die Musterdepot-Autoren warten gespannt auf: die Sitzung der US-Notenbank, das Schottland-Votum und den September-Verfall an den Terminbörsen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zeigt sich besorgt über die ungewöhnlich geringen Schwankungen an den Finanzmärkten. Die Erklärung für die trügerische Ruhe an den Börsen liefert die „Zentralbank der Zentralbanken“ selbst: Es sei eine Folge der weltweit extrem lockeren Geldpolitik.

Die Suche nach Rendite im Niedrigstzins-Umfeld, lasse die Anleger immer höhere Risiken eingehen und treibe die Kurse immer weiter. Experten des Fondsanbieters Natixis weisen jetzt in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es etwa im richtungsweisenden amerikanischen Aktienmarkt seit über drei Jahren keine Korrektur mehr von zehn Prozent gegeben habe.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sollte die US-Notenbank Fed demnächst ihre ultralockere Geldpolitik aufgeben, werde die Volatilität anspringen, warnen die Fachleute. Und schon am Mittwoch könnte es Hinweise darauf geben, wann mit steigenden Leitzinsen zu rechnen ist: Dann steht die nächste Fed-Sitzung an.

Die Unsicherheit an der Wall Street steigt. Bisher haben die Märkte den schrittweisen Ausstieg aus den milliardenschweren Anleiherückkäufen der Notenbank gut verkraftet - auch weil Fed-Chefin Janet Yellen seit März bekräftigt hatte, auch nach dem Ende des Rückkaufprogramms die Leitzinsen noch „für eine beträchtliche Zeit“ niedrig zu halten. Diese Zusage könnte Yellen nun relativieren, angesichts der schneller als erwartet fortschreitenden Wirtschaftserholung.

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