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18.10.2016

18:24 Uhr

Musterdepots

Warum der Euro vorerst schwach bleibt

Die nächste Leitzinserhöhung in den USA rückt näher. Das Handelsblatt-Musterdepot ist darauf eingestellt. Kann der Dollar seine Stärke weiter behaupten, steigt auch die Rendite des Depots.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtNach der jüngsten Abwertung des Euros ist frühestens in zwei bis drei Wochen mit einer mit einer tragfähigen Gegenbewegung des Wechselkurses zum US-Dollar zu rechnen. Darauf deuten Indikatoren des Beratungsunternehmens Sentix, das Informationen zum Anlegerverhalten analysiert.

Demnach sei die Stimmung gegenüber dem Euro inzwischen zwar auf den tiefsten Stand seit dem Brexit gefallen – und solch pessimistische Werte deuteten in der Regel auf Kaufchancen. Allerdings bestehe derzeit die Besonderheit, dass Investoren ihre Portfolios noch nicht vollständig an ihre negative Stimmung angepasst hätten.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Je näher der wahrscheinlichste Termin für die nächste erwartete Leitzinsanhebung in den USA im Dezember rückt, desto deutlicher positionieren sich die Investoren derzeit an den Devisenmärkten: Der Dollar-Index, der die Entwicklung der US-Währung zu anderen wichtigen Devisen abbildet, hat Anfang der Woche das höchste Niveau seit mehr als einem halben Jahr erreicht.

Im Gegenzug wertet etwa der Euro ab – vergangenen Freitag war er sogar erstmals seit Ende Juni unter die Marke von 1,10 Dollar gerutscht. Davon profitiert auch das Musterportfolio. Knapp ein Fünftel des Kapitals ist in Positionen investiert, die einen stärker werdenden Dollar in zusätzliche Depotrendite für hiesige Anleger umwandeln.

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