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15.04.2015

19:49 Uhr

Musterdepots

Warum die BRIC-Staaten bröckeln

Russland, Brasilien, Indien: Bis vor kurzem standen diese Staaten für Aufbruchsstimmung und Wachstumsgarantie. Doch von der Euphorie ist wenig übrig geblieben. Einzig ein Land macht den Investoren jetzt noch Hoffnung.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Wie sich die Zeiten schnell ändern: Der Ex-Chefvolkswirt von Goldman Sachs, Jim O’Neill, hat das Akronym „Bric“ erfunden. Das Kürzel steht für Brasilien, Russland, Indien und China. Eigentlich sollte die wirtschaftliche Bedeutung dieser vier Länder bald über die der Altmächte USA und Europa hinauswachsen. Diese plakative Prognose war ein Wegweiser und Produktverpackung für milliardenschwere Anleger-Investitionen. Zertifikate und Investments mit dem Kürzel Bric gibt es immer noch zuhauf.

Doch bis auf das kontinuierliche Wachstum in China ist von dieser Prognose nicht viel übrig geblieben. Russland durchlebt nach dem tiefen Fall des Ölpreises und den Sanktionen des Westens durch den Ukraine-Konflikt ein wirtschaftliches Chaos. Brasilien kämpft mit einer grassierenden Korruption und Indien hat immer noch eine überbordende Korruption.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Selbst Jim O’Neill, mittlerweile Privatier mit Sitz in London, rückt mittlerweile von seinen früheren Erwartungen ab. Ein Beweis, wie spekulativ Investments in derartige Schwellenländer sind und mit Vorsicht zu genießen sind.

Kommentare (1)

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Herr Helmut Metz

15.04.2015, 21:10 Uhr

Ich bin explizit KEIN Spekulant - aber man hätte einen schönen (Fiat-)Reibach gemacht, wenn man Anfang des Jahres LONG Indische Rupie und (ja, Sie lesen richtig!) LONG Russischer Rubel gewettet hätte:
http://www.finanzen.net/devisen/euro-indische_rupie-kurs
http://www.finanzen.net/devisen/euro-russischer_rubel-kurs
Das werden noch STARKWÄHRUNGEN gegenüber dem Euro werden, wenn es so weiter geht. ;-)
Und Russland hat auch noch eine positive Handelsbilanz dazu.
Kurzes Resümee: Sanktionspolitik des depperten Westens grandios gescheitert.

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