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18.02.2016

18:13 Uhr

Musterdepots

Was auf 700 Punkte folgt

Dank des steigenden Ölpreises erlebte der Dax zuletzt eine Erholungsrally. Doch wie nachhaltig ist die jüngste Entspannung bei den Wertpapieren? Auf welche Titel die Musterdepotstrategen jetzt setzen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Aktienmärkte folgen dem Ölpreis nach oben. Nachdem sich nun der Ölpreis ein wenig stabilisiert hat und um circa zehn Prozent gestiegen ist, gilt gleiches auch für die bekannten Aktienindizes. Der Dax hat in den letzten Tagen um 750 Punkte zulegen können und hat sich von den Tiefstkursen deutlich erholt. Wir erwarten zunächst eine Fortsetzung der positiven Marktentwicklung, nachdem der sehr kurzfristige Abwärtstrend nach oben durchbrochen wurde.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir favorisieren in dieser Phase die Aktienwerte aus der zweiten Reihe, da diese mit das größte Erholungspotential aufweisen. Daher stocken wir unsere Investments im Bereich der deutschen Small- und Midcap-Werte sowie im Smart-Beta-Aktienfonds auf. In der Summe erhöhen wir mit diesen Transaktionen unsere Aktienquote auf 65 Prozent zu Lasten der Liquidität. Diese Quote lässt sich auch gut mit den volkswirtschaftlichen Daten rechtfertigen. Hier kam es auch in den letzten Tagen zu einer Stabilisierung, wie zum Beispiel bei der Industrieauslastung in den USA.

Der Anleihemarkt weist eine positive Korrelation zum Aktienmarkt auf, hier können im Besonderen die Unternehmensanleihen profitieren. Wesentlicher Treiber sind die zurückgegangenen Renditeaufschläge gegenüber Staatsanleihen. Die Entwicklung ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da diese Kurse nur mit geringen Handelsumsätze einhergehen. Möchten sich Investoren von größeren Anleihepaketen trennen, müssen sie dafür unter Umständen empfindliche Kursabschläge in Kauf nehmen.

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