Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.10.2014

21:26 Uhr

Musterdepots

Was der US-Dollar für die Berichtssaison bedeutet

In den USA und in Deutschland öffnen ab heute die aktiennotierten Unternehmen ihre Bilanzbücher. Daniel Hupfer geht von einer erfolgreichen US-Berichtssaison aus – warnt aber davor den Dollar aus den Augen zu verlieren.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Am Mittwoch startet in den USA die Berichtssaison für die Unternehmensergebnisse des dritten Quartals. Traditionell präsentiert der Aluminiumhersteller Alcoa als erstes großes Unternehmen an der Wall Street sein Zahlenwerk. Wir rechnen insgesamt mit einer ordentlichen Berichtssaison in den USA, denn die konjunkturelle Dynamik der US-Konjunktur ist nach wie vor hoch.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Allerdings wird es spannend zu beobachten sein, ob und inwiefern der zuletzt feste US-Dollar die Berichte beeinflussen wird. Immerhin hat der US-Dollar in den vergangenen drei Monaten gegenüber einem Währungskorb aus sechs großen Währungen um fast zehn Prozent aufgewertet. Da die Aufwertung des US-Dollar aber maßgeblich erst zu Beginn des dritten Quartals eingesetzt hat, halten wir die negativen Auswirkungen für die US-Unternehmen bis dato für gering. Allerdings könnte der feste US-Dollar die Ausblicke der Unternehmenslenker für die kommenden Quartale negativ beeinflussen, so dass die anstehende Berichtssaison einen kleinen negativen Unterton bekommen könnte.

Wir halten in unserem Depot nach wie vor an dem 20 prozentigen US-Aktienanteil fest, da wir weiterhin mit einer starken US-Wirtschaftsentwicklung rechnen und wir zusätzlich von einem weiter steigenden US-Dollar gegenüber dem Euro ausgehen. Neben dem 20 Prozent Anteil in US-Aktien beziehungsweise US-Aktienfonds halten wir noch 15 Prozent in US-Dollar denominierten Anleihen, so dass unser gesamtes US-Dollar-Exposure derzeit bei etwa 35 Prozent liegt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×