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10.06.2016

06:19 Uhr

Musterdepots

Was die Fußball-EM für die Börse bedeutet

Musterdepotstratege Alexander Kovalenko baut den Anteil an Rohstoffaktien aus und setzte dabei auf die Aktie von BHP Billiton. Die deutlichen Verluste der Minenaktien seien eine gute Einstiegsmöglichkeit.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

FrankfurtDie Rendite deutscher Bundesanleihen hat Mitte der Woche ein neues Rekordtief erreicht und liegt nunmehr bei nur noch knapp über null Prozent. In unserem Depot konnten wir von diesem Zinstrend profitieren, denn auch die Rendite von Unternehmensanleihen ist kräftig gesunken.

Mit dem GAM Star Credit Opportunities haben wir im März dieses Jahres einen Investmentfonds erworben, der überwiegend in nachrangige Unternehmensanleihen von Emittenten mit guter Bonität investiert. Der Fonds hat dieses Jahr eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

So lag der Fonds von Jahresanfang bis Mitte Februar bereits über 5 Prozent im Minus, kehrte dann aber den Abwärtstrend um. Mittlerweile liegt der Fonds seit Jahresanfang gut 1,5 Prozent im Plus. Wir haben den Fonds im März erworben und damit ein gutes Händchen gehabt. Das Plus in unserem Depot liegt aktuell bei knapp über vier Prozent.

Der GAM Star Credit Opportunities weist derzeit eine durchschnittliche Rendite der im Fonds befindlichen Anleihen von knapp sechs Prozent und eine Duration von 6,8 auf. Diese Zahlen unterstreichen das höhere Risikopotenzial des Fonds im Vergleich zu Fonds, die in normale Unternehmensanleihen investieren.

Unseres Erachtens sollte sich das Segment der Nachranganleihen weiter gut entwickeln, da Investoren auf der Suche nach Rendite immer häufiger bereit sind, in risikoreichere Anlagen zu investieren. Anleger müssen sich allerdings in diesem Segment auf eine höhere Volatilität einstellen.

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