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01.02.2016

20:46 Uhr

Musterdepots

Was gegen den fallenden Aktienkurs hilft

Die Misere an den Börsen hat sich auch im Handelsblatt-Depot niedergeschlagen. Doch die Folgen sind weitaus weniger drastisch als an den Finanzmärkten. Der Grund dafür sind sogenannte Reverse-Bonuszertifikate.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Frankfurt am MainDer Börseneinbruch der vergangenen Monate hat auch im Handelsblatt-Depot seine Spuren hinterlassen. Doch das Portfolio entwickelt sich weiterhin deutlich stabiler als der Gesamtmarkt. Dazu tragen neben einer aktiven Anlagestrategie auch sogenannte Reverse-Bonuszertifikate bei. Während der Laufzeit entwickeln sich diese speziellen Anlageinstrumente tendenziell entgegengesetzt zu den Aktienmärkten – selbst gegen einen „richtigen“ Crash sind sie absolut immun.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zuletzt hatte ich ab November eine Position aufgebaut, die sich auf den Dax bezieht (WKN: PS77MY). Seitdem ist der deutsche Leitindex zeitweise um über zwölf Prozent abgestürzt – die Reverse-Bonuszertifikate legten im Gegenzug mehr als 14 Prozent an Wert zu. Das Ertragspotenzial dieser Depotposition ist inzwischen weitegehend ausgeschöpft: Noch rund ein Prozent zusätzlicher Gewinn sind damit bis zum Laufzeitende im Juli möglich.

Für Neuengagements zur Portfolioabsicherung eignen sie sich also nicht mehr. Dennoch verkaufe ich diese Position zunächst noch nicht. Ich sehe die Reverse-Papiere als eine Art verzinste Alternative zu Bargeldhaltung an. Zu Verlustbringern werden können die Zertifikate nur, falls der Dax bis zur Fälligkeit im Sommer um rund ein Drittel auf 12.800 Punkte hochschnellt – ein Szenario, das selbst Börsenoptimisten für praktisch ausgeschlossen halten.

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