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03.02.2016

18:30 Uhr

Musterdepots

Was nicht ist, kann noch werden

Der Dax hat einen der schlechtesten Januare seiner Geschichte hinter sich. Alexander Kovalenko will dennoch nicht von einer Krise sprechen – und nennt gute Gründe. Doch in dieser „Nicht-Krise“ stecken Risiken.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

In unserem Kommentar von gestern haben wir darauf hingewiesen, dass  der Dax-Index im Januar den drittschlechtesten Start in den letzten 20 Jahren hingelegt hat.  Ähnlich ging es dem weltweit wichtigsten Aktienindex – dem US-amerikanischen S&P 500.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Trotz der signifikant gefallenen Aktienkurse wiesen die Volatilitätsindizes keine besonders hohen Werte auf. Sowohl der US-amerikanische Vix-Index, als auch der deutsche VDax-Index, welche das aktuelle Volatilitätsniveau messen, sind zwar gestiegen, sind aber von den Ständen aus den Jahren 2008-2009 oder 2010-2011 weit entfernt.

Dies weist darauf hin, dass an den Märkten bisher keine richtige Verkaufspanik festzustellen war. Diese These wird noch zusätzlich dadurch bestätigt, dass es im Januar keinen US-Dollar-Run gab. So ein Zustand birgt jedoch Gefahren. Zum einen besteht nach einem geordneten Verkauf, welcher faktisch im Januar zu beobachten war, in der Regel kein signifikantes Rebound-Potential. Zum anderen, sollte eine richtige Panik an den Märkten ausbrechen, könnte dies die Börsen auf eine richtige Talfahrt schicken. 

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