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11.08.2016

18:58 Uhr

Musterdepots

Was tun, wenn die Rally ausläuft?

Der Dax hat am Donnerstag ein Jahreshoch erklommen, nachdem er am Dienstag ebenfalls einen Höchstwert erreichte. Doch was tun, wenn die Rally nicht mehr läuft? Georgios Kokologiannis sichert sich ab.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtMit den jüngst hinzugekauften Anlagepapieren (WKN: CD0EYZ) wappne ich das Musterdepot stärker gegen ein Auslaufen der Rally am Aktienmarkt: Mindestens zwölf Prozent Gewinn lassen sich mit den Reverse-Bonuszertifikaten erzielen, solange der Dax bis Juni 2017 unter der Marke von 12.100 Punkten bleibt.

Während der Laufzeit entwickeln sich diese Anlageinstrumente tendenziell entgegengesetzt zum Dax. Selbst gegen starke Börseneinbrüche sind sie immun. Sollten die Aktienbörsen ihre aktuelle Übertreibung noch etwas fortsetzen, werde ich die Reverse-Zertifikate schubweise aufstocken.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ich erwarte keine nachhaltige Fortsetzung der aktuellen Euphorie an den Börsen. Auch wenn momentan konjunkturelle Warnsignale noch ignoriert werden, die gegen ungezügelten Optimismus an den Börsen sprechen: So ist nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums das gesamtwirtschaftliche Wachstum im zweiten Quartal ins Stottern geraten.

Die Dynamik habe sich verringert, teilte das Ministerium in seinem Monatsbericht mit. Die Zahlen zur Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts von April bis Juni werden an diesem Freitag veröffentlicht. Experten rechnen mit einem Plus von nur 0,2 Prozent.

Und auch international trübt sich neuen Erhebungen zufolge das Konjunkturklima ein: Darauf deutet etwa eine ebenfalls am Donnerstag veröffentlichte Ifo-Studie, wonach sich die Gemütslage in der globalen Wirtschaft auf das niedrigste Niveau seit mehr als drei Jahren gesunken ist. Vor allem in Europa verschlechtern sich demnach vor dem Hintergrund des Brexit-Votums der Briten die Aussichten.

Wichtig: Die neuen Absicherungsprodukte für das Musterdepot, dienen lediglich als Ergänzung des bisherigen Portfolios. Nur in Kombination mit den anderen Bausteinen passen die Reverse-Papiere zu meiner auf Verlustvermeidung ausgerichteten Strategie.

Denn falls der deutsche Leitindex doch unerwartet stark weitersteigen sollte - und die relevante Barriere bei 12.100 Punkten bis zum kommenden Frühjahr knackt, dann wird die Position separat betrachtet zum Minusgeschäft.

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