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02.02.2016

18:22 Uhr

Musterdepots

Was zu tun ist, wenn die Börsen nicht vom Fleck kommen

Die Volatilität an den Aktienmärkten hält an. Doch das ist nicht gleich ein Grund, auf Wertpapiere im Depot zu verzichten. Mit speziellen Discountzertifikaten profitieren sie auch bei Seitwärtsbewegungen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Frankfurt am MainSchon seit Oktober 2013 kommen Dax & Euro Stoxx nicht mehr vom Fleck, obwohl Strategen den hiesigen Aktienmarkt favorisieren. Der europäische Leitindex beispielsweise schafft es nicht, die Marke von 3.000 Punkten dauerhaft zu überwinden. Auf Boomphasen folgen immer wieder zweistellige Kurseinbrüche.

Interessant sind in diese Umfeld sogenannte „Discountzertifikate“: Auch ohne fortlaufendes Kaufen und Verkaufen können Investoren damit in Seitwärtsphasen Gewinne einfahren. Der Investor kauft mit diesen defensiven Anlagevehikeln – vereinfacht gesagt – eine Aktie oder einen Index mit einem Abschlag auf den aktuellen Kurs. Im Gegenzug sind die Gewinne anders als bei einem Direktinvestment in ein Dividendenpapier oder beispielsweise einen Indexfonds begrenzt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Beispielsweise können Käufer mit einem Euro-Stoxx-Discounter der Landesbank Baden-Württemberg, der mit einem Rabatt von knapp elf Prozent auf den Leitindex zu haben ist, bis Mitte Dezember 2016 einen Ertrag von mehr als zehn Prozent erzielen (WKN: LB07UA). Umgerechnet entspricht das einer Rendite von zwölf Prozent pro Jahr. Einzige Voraussetzung ist, dass der Euro Stoxx bis dahin bei mindestens 3.000 Punkten („Cap“) notiert – also in etwa auf dem derzeitigen Kursniveau. Erst darunter nimmt die Rendite sukzessive ab.

Wer sich dieses Papier ins Depot holt, wird zum Ende der Laufzeit in zehneinhalb Monaten so gestellt, als sei das Euro-Land-Börsenbarometer bis dahin auf rund 3.300 Zähler geklettert – selbst wenn der Euro Stoxx weiterhin nur stark schwankend auf der Stelle tritt.

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