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26.01.2016

19:46 Uhr

Musterdepots

Welche Anlage auch bei fallenden Kursen Nerven schont

Seit Jahresbeginn haben die internationalen Finanzmärkte teils starke Verluste eingefahren. So manche Börse stagniert gar auf dem Niveau von 2013. Mit der richtigen Anlage können Sie dennoch attraktive Renditen erzielen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Es ist die Abneigung gegen extreme Wertschwankungen des investierten Vermögens, die viele Privatanleger davon abhält, Geld jenseits von Sparbüchern und Festgeldkonten anzulegen. Mit dem Musterdepot möchte ich aufzeigen, dass eine attraktive Rendite nicht im Widerspruch steht zu einer nervenschonenden Wertentwicklung des Ersparten.

Dazu nutze ich aktives Depotmanagement und den Einsatz spezieller Anlageinstrumente. Denn mit einer 'Kaufen-und-Halten'-Strategie lassen sich nach mehr als sechseinhalb Jahren Aktienhausse an den Börsen der Industrieländer kaum noch Erträge erreichen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das zeigt etwa der Blick auf den hiesigen Markt: Bereits im Januar hat etwa der Dax nicht nur seinen knapp zehnprozentigen Wertzuwachs aus 2015 vollständig eingebüßt, sondern auch das komplette Plus des Vorjahres. Bis auf 9314 Punkte ist der deutsche Leitindex zwischenzeitlich eingebrochen – rund ein Viertel unter sein bisheriges Allzeithoch bei 12.391 Zählern vom vergangenen Frühjahr. Auch in den USA sieht es nicht besser aus. Dort treten die Kurse an der Wall Street im Schnitt sogar schon seit Ende 2013 nur noch auf der Stelle.

Wegen des hohen Anteils an speziellen Anlagezertifikaten, die sich asymmetrisch zum Aktienmarkt entwickelten, lässt sich das Risikoprofil des Handelsblatt-Depot derzeit wie folgt skizzieren: Rutschen die Börsenkurse weiter ab, partizipiert das Portfolio nur zu rund 75 Prozent an diesen Verlusten. Legen die Notierungen dagegen um bis zu einem Zehntel zu, liegt die Beteiligung daran deutlich höher – bei mehr als 160 Prozent. Im Gegenzug sei der Maximalgewinn begrenzt.

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