Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.06.2015

19:39 Uhr

Musterdepots

Welche Papiere vor der Dax-Talfahrt schützen

Der Dax befindet sich auf der längsten Talfahrt seit Jahresbeginn. Für Anleger werden die Herausforderungen größer. Die Autoren stellen Möglichkeiten vor, mit denen sich auch während der Baisse Geld verdienen lässt.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Wie von mir erwartet, ist der Dax inzwischen wieder deutlich unter die Elftausendermarke zurückgefallen. Für dieses Szenario hatte ich bereits vergangenen Monat angekündigt, eine neue Position an Bonuszertifikaten aufzubauen. Mehr als ein Zehntel des Depotkapitals werden nun in solche Anlagepapiere investiert, die bis Mitte Dezember einen Ertrag von 17 Prozent einfahren, falls der deutsche Leitindex nicht auf 10. 400 Punkte einbricht (WKN: HY75ZS).

Auch wenn sich also der Dax bis zum Jahresende nicht mehr erholen sollte, werden Anleger mit diesen speziellen Produkten in etwa so gestellt, als stünde das Börsenbarometer bei rund 13.000 Zählern. Reißt der Index die Barriere bei 10.400 Zählern allerdings doch, dann geht der Schutzmechanismus verloren und die Zertifikate fahren einen ähnlich hohen Verlust ein wie der Dax – aber auch nicht mehr, denn bei der Auswahl habe ich auf ein möglichst niedriges „Aufgeld“ geachtet. 

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Im Gegenzug reduziere ich nach den kräftigen Verlusten am Aktienmarkt den Bestand an Absicherungsinstrumenten für das Musterportfolio (WKN: PS0UJV). Den Großteil werde ich allerdings weiterhin halten. Obwohl der Dax von seinem Mitte April erreichten Allzeithoch bei 12.391 Punkten bereits mehr als zehn Prozent wieder abgegeben hat, drohen erneute Rückschläge.

Der technische Analyst Dirk Oppermann von der DZ Bank erwartet beispielsweise einen Rückgang auf 10.700 Punkte und hält auch eine Abwärtswelle bis auf 10.450 Punkte, wo die 200-Tage-Linie liegt, nicht für ausgeschlossen. Frühestens auf diesem noch tieferen Kursniveau würde ich meinen Bestand an Absicherungsinstrumenten um eine weitere Stufe zurückfahren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×