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23.11.2014

17:17 Uhr

Musterdepots

Wenn das keine Rally ist

Nicht mal mehr 30 Handelstage hat das laufende Jahr noch. Und so machen sich unsere Depotstrategen ihre Gedanken zum alljährlichen Thema Jahresendrally. Und einen Ausblick für 2015 lassen sie sich auch nicht nehmen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Viele Anleger fragen sich, ob die Jahresendrallye noch kommt oder ob sie dieses Jahr ausfällt. Die Antwort auf diese Frage ist jedoch relativ einfach: Die Jahresendrallye ist längst in vollem Gange! Vor allem der amerikanische Aktienmarkt eilt von einem Rekordhoch zum nächsten. Dies liegt vor allem an den sehr guten Konjunkturdaten. Die Frühindikatoren für die US-Wirtschaft entwickeln sich weiterhin positiv und deuten darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr bei rund drei Prozent liegen wird.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ganz anders hingegen die Konjunktursituation bei uns in Europa. Ein Aufschwung, der diesen Namen verdient, zeichnet sich weiterhin nicht ab, eine Rezession ist aber zum Glück auch unwahrscheinlich. Im Schlepptau der US-Börsen geht es deswegen auch bei Dax & Co. langsam nach oben, so dass bis zum Jahresende die 10.000-Punkte-Marke wieder erreicht werden könnte. 

Trotz aller ökonomischen Probleme in der Eurozone dürften die Gewinne der Unternehmen auch im nächsten Jahr steigen. Während von der Umsatzentwicklung kaum positive Impulse zu erwarten sind, profitieren die Unternehmen auf der Kostenseite vom gesunkenen Ölpreis, der Abwertung des Euro und den anhaltend günstigen Refinanzierungsbedingungen. Dies sollte die Kurse weiter stützen.

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