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25.08.2015

20:22 Uhr

Musterdepots

Wer die Nerven behält, profitiert

Die Börsen gehen derzeit auf wilde Achterbahnfahrt. Schwere Zeiten für die Musterdepots. Die richtige Strategie zu finden ist nicht einfach. Wie sich die Autoren in den vergangenen zwei Handelstagen geschlagen haben.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die Portfoliomanager unserer Ziel-wikifolios haben unterschiedlich auf die turbulenten Ereignisse der letzten Tage reagiert. Einer von ihnen – Christoph Breetz, der „USD Opportunities“-wikifolio verwaltet, – hat Ende letzter Woche den kompletten Aktienbestand zwecks Risikoreduktion verkauft und hält derzeit 100 Prozent Liquidität.

Die anderen wikifolio-Manager haben dagegen die gesunkenen Kurse für das Aufstocken ihrer Aktien-Exposures genutzt. Am aktivsten war dabei Martin Zipfel mit seinem „Kurschancen bei Turnaround-Kandidaten“-wikifolio.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der Portfoliomanager investiert in erster Linie in angeschlagene Titel mit einem laut seiner Analyse überdurchschnittlichen Turnaround-Potential. In den letzten Tagen konnte Herr Zipfel einige interessante Zukäufe tätigen, wie zum Beispiel Bastei Luebbe oder IBM Aktien.

Sein wikifolio ist derzeit zu 90 Prozent investiert. Die Investitionsquote bei den restlichen drei Ziel-wikifolios – „ETF-Werte des ICAX“, „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ und „SR wisdom capital spekulativ“ – beträgt zwischen 55 und 95 Prozent.

Gestern haben wir bereits berichtet, dass beim Aktienkernportfolio mit aktuell 15 Titeln bisher keine Transaktionen stattgefunden haben. Das Aktienkernportfolio wird über das „VSAK - Value Europa“-wikifolio der Bayerische Vermögen abgebildet.

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