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21.03.2016

20:07 Uhr

Musterdepots

Wer wagt, gewinnt

Depotstratege Daniel Hupfer setzt auf Unternehmensanleihen, Social-Trader Alexander Kovalenko profitiert von guter Managementleistung und Georgios Kokologiannis weiß, wie Anleger ihre Nerven schonen können.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die europäische Zentralbank hat am 10. März ihr Anleiheaufkaufprogramms weiter ausgeweitet und erwirbt nun Anleihen im Wert von 80 Milliarden Euro pro Monat und damit 20 Milliarden Euro mehr als zuletzt. Zudem berücksichtigt sie nun auch das Segment der Unternehmensanleihen; bisher wurden europäische Staatsanleihen und Pfandbriefe angekauft.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Vor diesem Hintergrund sind die Kurse europäischer Unternehmensanleihen kräftig gestiegen und die Handelbarkeit ist mittlerweile nur stark eingeschränkt möglich. Die Nachfrage nach Neuemissionen ist entsprechend deutlich in die Höhe geschnellt. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie sich noch günstiger über den Kapitalmarkt refinanzieren können.

Aus Investorensicht dagegen sind die Ertragsmöglichkeiten nun noch geringer, als sie es ohnehin schon waren. Wir haben uns gestern an der Neuemission der Heidelberg-Cement-Anleihe beteiligt und rechnen mit einem ordentlichen Zeichnungsgewinn aufgrund der hohen Nachfrage.

Aufgrund des Baubooms dies- und jenseits des Atlantiks entwickelt sich das operative Geschäft von Heidelberg Cement sehr gut. So erzielte das Unternehmen in den vergangenen Jahren kräftige Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Wachstumstreiber waren dabei vor allem die Regionen Europa und USA, während sich das Geschäft in den Emerging Markets zuletzt weniger gut entwickelt hat. Die neu begebene Anleihe hat eine Laufzeit bis März 2023 und einen Kupon von etwa 2,0 bis 2,25 Prozent. Damit liegt die Rendite deutlich über der von vergleichbaren Anleihen von Dax-Unternehmen, allerdings liegt das Rating des Zementherstellers mit BB+ auch unterhalb des Investmentgrade.

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