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02.06.2015

20:12 Uhr

Musterdepots

Wer wartet gewinnt

Die Aktienmärkte machen es Anlegern derzeit nicht leicht. Doch wer erfolgreich sein will, muss besonnen bleiben. Das ist das Erfolgsgeheimnis von Warren Buffet. Alexander Kovalenko verfolgt die gleiche Strategie.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

In Krisenzeiten reagiert die Börse besonders sensibel auf Äußerungen von Politikern, den Geschäftsklima- oder den Einkaufsmanagerindex. Tagtäglich erhalten wir Erklärungsversuche, weshalb die Aktienkurse gerade stark steigen oder ähnlich steil fallen. Ohne Frage: Privatanleger wie Portfoliomanager sollten die aktuellen Entwicklungen bei ihren Investitionsentscheidung im Blick behalten.

Für beide Personengruppen gilt jedoch: Das Tagesgeschehen darf einen nicht zu sehr unter Druck setzen. Wichtiger als kurzfristige Trends sind die Kennzahlen eines Unternehmens. In Anbetracht der täglichen Informationsflut mag man als Anleger schnell den Überblick verlieren. Viele Privatanleger folgen nur noch ihrem Herdentrieb und investieren nicht mehr rational, sondern rein auf der Basis von Gefühlen und Emotionen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir verfolgen in unserem Depot einen völlig anderen Ansatz: Unser Aktienkernportfolio funktioniert nach einem strengen Value-Ansatz, wobei circa zehn bis 15 unterbewertete Einzelwerte auf Basis unternehmerischer Fundamentaldaten und Kriterien ins Depot aufgenommen und aufgrund der selben Analysen gegebenenfalls auch wieder veräußert werden.

Antworten auf Fragen wie „Liegt der Marktpreis gerade über oder unter dem fairen Wert?“, „Wie nachhaltig verdient das Unternehmen sein Geld?“ oder „Ist die Finanzierung des Wachstums gesichert?“ fließen neben vielen anderen Faktoren in unsere Analyse mit ein. Bei alldem sollte man auch stets die Worte des Buffet-Gefährten Charlie Munger im Hinterkopf behalten: „The big money is not in the buying and selling [...] but in the waiting“.

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