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01.07.2014

21:17 Uhr

Musterdepots

Wichtige Entscheidungen stehen bevor

Den Musterdepots stehen wichtige Tage bevor. Vor allem die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank dürften für Wirbel sorgen. Die Autoren setzen bei ihrer Strategie vor allem auf die vermeintlichen Außenseiter.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Verluste vermeiden, ganz egal wie sich die Börsen entwickeln – und: eine möglichst schwankungsarme, kontinuierliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum. Das sind die obersten Ziele, die ich mit meiner Anlagestrategie verfolge. Auch fünf Monate nach dem Start der Musterdepots befindet sich mein Portfolio auf Kurs, ich bin mehr als zufrieden: Das bisher erreichte Plus entspricht einer Rendite von über 13 Prozent pro Jahr – das liegt weit oberhalb der angepeilten Spanne. Zudem haben Rücksetzer an den Aktienmärkten praktisch keine Auswirkung auf das Depot – die Volatilität ist minimal. Damit es auch künftig bei dieser nervenschonenden Wertentwicklung bleibt, setze ich weiter spezielle Derivate ein. Diese Produkte ermöglichen auch in schwierigen Marktphasen interessante Erträge.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In der zweiten Jahreshälfte gehe ich an den Börsen der entwickelten Volkswirtschaften von einer schwankungsreichen Seitwärtsbewegung. Beim Dax etwa erwarte ich eine Schwankungsspanne zwischen knapp unter 9000 und 10.000 Punkten – und damit anders als die meisten professionellen Anlagestrategen keinen nachhaltigen Ausbruch in den fünfstelligen Bereich. Grund ist die extrem hohe Bewertung der Dividendentitel.

Dauerhaft überwinden könnte der deutsche Leitindex die psychologisch wichtigen Marke nur, wenn die Unternehmensgewinne in der kommenden Berichtssaison spektakulär zunehmen würden – oder wenn die Europäische Zentralbank ein Anleihekaufprogramm nach dem Vorbild der US-Zentralbank Fed startet. Beides aber stufe ich derzeit als sehr unwahrscheinlich ein.

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