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27.12.2016

09:28 Uhr

Musterdepots

Wie der Januar, so das Jahr

Die Zeit zwischen den Jahren nutzen Anleger traditionell für das Ausmisten ihres Depots. Das führt zu Bewegungen am Markt. Für Musterdepotautor Sönke Niefünd Anlass genug, alte Börsenweisheiten auf die Probe zu stellen.

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

In den letzten Tagen ist die Volatilität im Da spürbar niedriger geworden. Der VDax ist unter 18,00 gefallen. Ist das die Ruhe vor dem Sturm im Januar? Oder die Ruhephase vor der nächsten Rally?
Den Jahresanfang empfinden viele Investoren stets als gute Gelegenheit, um ihre Anlagen neu zu ordnen und auf Aktien zu setzen. Diese allgemeine Aufbruchsstimmung ist aber häufig nur in den ersten Handelstagen spürbar.

Sönke Niefünd

Der Anleger Niefünd

Das Anlageziel besteht darin, nachhaltig zu investieren und dabei einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen. Dazu werden je nach Einschätzung der Wirtschafts- und der Börsenaussichten Wertpapiere erworben und veräußert. Dabei wird besonders auf die Risikostreuung geachtet.

Der Stratege Niefünd

Unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien der Themengebieten Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance), auch ESG-Ansatz genannt. Das Mandat wird aktiv gemanagt, gleichzeitig werden jedoch strategisch langfristig Positionen gehalten. Wir verfolgen die Umsetzung der „Politik der ruhigen Hand“. Es werden Fonds, ETFs und Einzeltitel gekauft, die unseren Kriterien erfüllen. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt in den Themengebieten innerhalb der 4 Säulen Wirtschaftliches, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Ansatz). Ausgewählte Wertpapiere haben in jedem Bereich mindestens 65 Punkte von 100 Punkten im Bereich der Nachhaltigkeit. Zudem kommen Negativkritieren und ein Best-in-Class Ansatz bei der Einzeltitelauswahl zum Tragen.

Die Regeln Niefünd

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Sönke Niefünd hat allerdings zum 1. August 2016 das Depot von Daniel Hupfer von der M.M. Warburg übernommen. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wie der Börsenmonat Mai mit „Sell in May and go away“ hat eben auch der Januar seine Börsenweisheit mit „As goes January, so goes the year“. Der „Januar-Effekt" ist in der Historie jedoch sehr vielfältig gewesen und auch nicht immer verlässlich. So wie viele Börsenweisheiten. Allerdings vertrauen mittlerweile so viele Investoren auf einen traditionell starken Börsenmonat Januar, dass man schon fast von einer „Self-fulfilling prophecy“ ausgehen kann.

Die Privatanleger verkaufen traditionell zum Ende des Jahres die bis dato schlecht gelaufene Aktien, um Verluste zu realisieren, die sie dann mit ihren Gewinnen gegenrechnen und so die Steuerbelastung mindern können. Zu Jahresbeginn wird dann ein Großteil des Geldes neu investiert. Diese Motivation haben wir im Handelsblatt Privatbank-Musterdepot nicht.
Unsere Strategie für die restlichen Tage des Jahres 2017 wird sein, dass wir weiterhin zurückhaltend bleiben und unsere Liquidität „trocken“ halten. Denn wir erwarten eine erhöhte Volatilität in 2017 bei Aktien und Anleihen, die wir gerne nutzen möchten, da wir langfristig positiv für den Aktienmarkt sind.

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