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22.10.2014

21:51 Uhr

Musterdepots

Wie ein Lichterfest den Gold-Kurs treibt

Im vergangenen Jahr hat das Edelmetall Gold seinen Ruf als sicheren Anlegerhafen teilweise eingebüßt. In jüngster Zeit ist der Kurs allerdings wieder gestiegen – und wird nun von einem indischen Fest beflügelt.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Der Goldpreis ist in den vergangenen Tagen deutlich geklettert und hat sich weiter von der 1200-Dollar-Marke abgesetzt. Ursächlich dafür dürfte aber weniger ein plötzlicher Stimmungswandel bei den Anlegern sein – denn die stehen derzeit etwa beim größten Goldfonds der Welt klar auf der Verkäuferseite: So sind die Bestände im SPDR Gold Trust Anfang der Woche trotz steigender Notierungen so stark zurückgegangen wie seit einem Jahr nicht mehr.

Auslöser für die auffällige Preiserholung könnte neben den aktuellen Währungsturbulenzen vielmehr ein saisonaler Faktor sein: Traditionell steigen die Gold-Käufe aus Indien vor dem an diesem Donnerstag beginnenden „Diwali“-Lichterfest.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zudem verweisen Experten auf ein anstehendes Referendum zum Golderwerb durch die Schweizerische Nationalbank (SNB). Ziel des Referendums am 30. November sei laut der eidgenössischen Bank Vontobel, dass die Schweiz sämtliches Währungsgold im Inland lagern, die SNB kein weiteres Gold verkaufen soll – und die Aktiva der SNB zu mindestens einem Fünftel aus Gold bestehen sollen.

 

Mittelfristig dürfte sich der Preis des Edelmetalls meiner Einschätzung nach bestenfalls auf dem aktuellen Niveau stabilisieren. Auch weiterhin mache ich daher einen Bogen um das Edelmetall. Dazu passen auch mehrere aktuelle Analysen: Die US-Investmentbank Goldman Sachs bekräftigte im Oktober ihre Prognose, wonach der Preis für die Feinunze Gold in zwölf Monaten bei 1050 Dollar liegen werde. Und die französische Großbank Société Générale erwartet eine Notierung von „deutlich unterhalb 1200 Dollar“. Derzeit kostet die Feinunze knapp 1250 Dollar.

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