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08.11.2015

16:52 Uhr

Musterdepots

Wie sich die Depotrendite stabilisieren lässt

Der Dax hat die 11.000 Punkte geknackt. Unser Autor Georgios Kokologiannis hat genau damit gerechnet und legt sich seine Strategie für die kommenden Monate zurecht. Autor Kovalenko setzt indessen auf die Telecom Italia.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Wie bereits angekündigt für das Szenario eines Dax-Sprungs über die Elftausendermarke, beginne ich mit dem Aufbau einer neuen Position an Reverse-Bonuszertifikaten (WKN: PS77MY). Auslöser für den Kauf dieser Absicherungsinstrumente: Vergangenen Freitagmachmittag schoss der deutsche Aktienindex vorübergehend bis auf 11.055 Punkte – und gab damit den Startschuss für diese strategische Transaktion.

Hintergrund: Nach der massiven Erholungsrally der vergangenen Wochen bewegen sich die Börsenkurse inzwischen wieder in den Übertreibungsbereich hinein. Die Reverse-Zertifikate werden künftig dazu beitragen, die erreichte Depotrendite zu stabilisieren.

Rund 14 Prozent Gewinn lassen sich damit erzielen, solange der Dax bis Mitte Juli 2016 unterhalb von 12.800 Punkten bleibt. Das entspricht einer Rendite von über 17 Prozent per annum. Während der Laufzeit entwickeln sich diese speziellen Anlagevehikel tendenziell spiegelverkehrt zum Dax. Gegen Börseneinbrüche sind die Reverse-Zertifikate immun.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auslöser dafür, dass Anleger den deutschen Bluechip-Index zum Wochenschluss erstmals seit Mitte August wieder über die Marke von 11.000 Zählern getrieben haben, waren Konjunkturdaten aus den USA: Wegen des viel besser als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktberichtes stehen die Zeichen nun noch deutlicher auf eine Leitzinserhöhung im kommenden Monat.

Die Folge: Der US-Dollar wertet weiter auf und  im Gegenzug ist der Euro nur noch knapp 1,07 Dollar Wert – das niedrigste Wechselkursniveau seit fast sieben Monaten. Investoren spekulieren darauf, dass davon die exportstarken deutschen Konzerne profitieren werden – und kaufen Aktien der heimischen Standardwerte.

Sollten die Aktienmärkte ihre Rally auch nach dem Kauf meiner neuen Portfolioposition weiter fortsetzen, werde ich schubweise aufstocken und meinen Einstandspreis verbilligen. Finanziert wurde der aktuelle Kauf nicht nur durch eine Verringerung des Bargeldbestandes im Handelsblatt-Portfolio, sondern vor allem durch die Veräußerung eines Teils einer älteren Position an Reverse-Bonuszertifikaten (WKN: XM07NV). Die Produkte haben ihre Maximalrendite nahezu vollständig ausgeschöpft.

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