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27.07.2015

19:24 Uhr

Musterdepots

Wie Sie sich gegen Kursschwankungen wappnen

China lässt die Volatilität wieder steigen. Viele Anleger schreckt das ab. Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis zeigt, wie man mit defensiven Anlageinstrumenten die Verlustrisiken in Grenzen halten kann.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Es ist die Abneigung gegen extreme Wertschwankungen des investierten Vermögens, die viele Privatanleger davon abhält, Geld jenseits von Sparbüchern und Festgeldkonten anzulegen. Mit dem Musterdepot möchte ich aufzeigen, dass eine attraktive Rendite nicht im Widerspruch steht zu einer nervenschonenden Wertentwicklung des Ersparten.

Ziel ist ein kontinuierlicher und volatilitätsarmer Depotertrag von sechs bis acht Prozent pro Jahr. Die Gesamtentwicklung soll dauerhaft so weit verstetigt werden, dass Anleger, die sich an dem Musterportfolio orientieren, niemals größere Verluste aussitzen müssen. Und zwar unabhängig von ihrem Einstiegszeitpunkt und davon, ob es an den Aktienmärkten gerade rauf- oder runtergeht.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wappnen gegen Kursschwankungen an den Anlagemärkten sollten sich jetzt Anleger auch nach Einschätzung der Experten von JP Morgan Asset Management. Die Fachleute des Vermögensverwalters erwarten, dass die erhöhte Volatilität in den nächsten Monaten weiter bestehen bleibt. Als nächstes marktrelevantes Ereignis werfe im September die potenzielle erste US-Zinserhöhung seit 2006 ihre Schatten voraus.

Während man bei JP Morgan dazu rät, Verlustrisiken durch eine breite Diversifizierung zu verringern, setzte ich auf spezielle defensive Anlageinstrumente. Durch den Einsatz von Discountzertifikaten erwirtschaftet das Musterportfolio beispielsweise auch dann Gewinne, wenn Dax und Co. nur noch seitwärts laufen oder sogar leichte Abschläge verzeichnen.

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