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27.07.2014

12:11 Uhr

Musterdepots

Wir bleiben in Aktien investiert

Die Bilanzsaison läuft erfreulich. In Europa und in den USA übertreffen Unternehmen mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen. Deshalb ist das Gebot der Stunde: Starke Aktien kaufen und halten.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die aktuell laufende Unternehmensberichtssaison dies- und jenseits des Atlantiks entwickelt sich gut. Während in den USA die Zahl der positiven Überraschungen im S&P500 mit guten 73 Prozent in etwa auf dem Niveau der vergangenen Quartale liegt, beträgt diese Quote in Europa für den Stoxx600 56 Prozent und damit deutlich über dem Schnitt der vergangenen Quartale.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Insbesondere in den europäischen Peripherieländern konnten die Unternehmen wieder zulegen und Umsätze und Gewinne steigern. Damit scheint sich der negative Gewinntrend in Europa langsam umzukehren.

Vor diesem Hintergrund werden wir die Aktienquote im Depot weiter hoch halten, aktuell liegt diese bei etwa 70 Prozent. Nach wie vor haben wir einen Schwerpunkt auf europäische Aktien, aber auch eine gute Positionierung in US-Werten. Den Bereich der Schwellenländeraktien haben wir noch untergewichtet, allerdings mehren sich die Zeichen einer konjunkturellen Stabilisierung, so dass Zukäufe in diesem Bereich für unser Depot wahrscheinlicher werden.

Aus China wurden zuletzt gute Konjunkturzahlen gemeldet, so stieg der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Juli auf 52 und signalisiert damit eine weitere Expansion der chinesischen Wirtschaft. Zudem konnte die Veröffentlichung der Wachstumsrate des chinesischen Bruttoinlandsprodukts mit 7,5 Prozent im 2. Quartal positiv überraschen. Wir rechnen damit, dass die chinesische Konjunktur eine zunehmende Dynamik zeigen wird und damit das Weltwirtschaftswachstum beflügeln kann.

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