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04.02.2016

20:43 Uhr

Musterdepots

Wir glauben nicht an die große Krise!

Zwei der drei Musterdepotstrategen haben mittlerweile ihre Investitionsquote deutlich gesenkt. Einige Aktien wurden mit Verlust verkauft. Nun sind die Experten auf der Suche nach neuen Einstiegsmöglichkeiten.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

DüsseldorfDer Chef der FED von New York William Dudley hat bei einem Interview am Mittwoch etwas Öl ins Feuer der Konjunkturängste gegossen. Die Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums sowie die Dollar-Stärke könnten erhebliche negative Konsequenzen für die US-Wirtschaft haben, so Herr Dudley. Außerdem seien die aktuellen Finanzierungsbedingungen merklich schärfer als im Dezember, als die FED ihre Entscheidung über die Zinserhöhung getroffen hat. Die Aussagen von Herrn Dudley kamen gleichzeitig mit einer Nachricht, dass das Stimmungsbarometer für den US-Dienstleistungssektor im Januar deutlich stärker als erwartet zurückgegangen ist.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Risiken für das globale Wirtschaftswachstum nehmen zu. Eine globale Rezession stellt jedoch für uns nach wie vor kein Basisszenario dar. Die gesenkte Investitionsquote beim Musterdepot basiert nicht auf unserer qualitativen Einschätzung der Aktienmarktperspektiven, sondern auf einem technischen Modell.

Nichtsdestotrotz bleiben wir ständig auf der Suche nach unterbewerteten Titeln. Sollten die Börsenkurse weiterfallen, werden sich gute antizyklische Aufstockungsopportunitäten ergeben. Ansonsten wird die Investitionsquote erst dann wieder auf 100 Prozent hochgefahren, sobald unser Wertsicherungssystem wieder ein Kaufsignal liefert.

Kommentare (2)

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Herr Guido Küper

05.02.2016, 09:04 Uhr

Glauben tut man in den Gebäuden mit den spitzen Dächern........Aktien waren mal eine gute Idee, aber heute nur noch Lug und Betrug....

Herr Fred Schmitz

05.02.2016, 12:06 Uhr

Es mag schon sein, dass die "Krise" nicht wirklich eine ernsthafte ist. Aber die Börsen reflektieren eben such die Ängste davor. Hinzu kommen aggressive Verkaufsprogramme. Deswegen kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Märkte noch einen weiteren Schlag nach unten gehen.

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