Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.10.2015

19:56 Uhr

Musterdepots

„Wir halten an der Apple-Aktie fest”

US-Technologieriese Apple legte einmal mehr hervorragende Zahlen vor. Dem Aktienkurs nützte das wenig, denn Anleger sind offenbar skeptisch, ob die Erfolgsserie anhält. Die Mehrheit der Analysten rät dennoch zum Kauf.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Mit 48 Millionen verkauften iPhones konnte Apple im abgelaufenen Quartal seinen Umsatz und Gewinn kräftig steigern. Der Nettogewinn lag bei 11,1 Milliarden US-Dollar und damit um 31 Prozent über dem Vorjahreswert. Insbesondere in China konnte Apple die Absätze des iPhones kräftig steigern. Vor diesem Hintergrund plant der US-Technologiekonzern weitere Investitionen im Reich der Mitte, obwohl die chinesische Wirtschaft seit längerer Zeit an Dynamik verliert.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

An der Börse war die Reaktion auf die Rekordzahlen verhalten. Unter vielen Marktteilnehmern herrscht die Meinung, dass Apple Opfer des eigenen Erfolgs geworden ist. Denn die immer wieder gesteigerten Absatzzahlen erhöhen von Quartal zu Quartal die Skepsis, dass im folgenden Quartal das hohe Wachstum nicht aufrecht erhalten werden kann. Wir sind von der Kursentwicklung der Apple-Aktien in den vergangenen Monaten enttäuscht und stellen uns die Frage, wie gut Apple eigentlich berichten muss, damit der Aktienkurs wieder etwas mehr Rückenwind bekommt.

Aufgrund der außerordentlich hohen Qualität des Unternehmens, der günstigen Bewertung sowie der latenten Phantasie, dass das Unternehmen einen Teil der sehr hohen Cashbestände an die Aktionäre auskehren könnte, halten wir an den Aktien von Apple fest. Die weltweiten Unternehmensanalysten sprechen bezüglich Apple eine eindeutige Sprache: von 32 neuen Veröffentlichungen der vergangenen 3 Tage sind 29 Kaufempfehlungen und 3 Empfehlungen zum Halten. Das durchschnittliche Preisziel liegt bei etwa 150 US-Dollar. Das Kurspotenzial beträgt damit gut 30 Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×