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27.05.2014

19:13 Uhr

Musterdepots

„Wir rechnen mit weiter steigenden Kursen“

Die Börse in Frankfurt ist im Rekordrausch. Davon können auch die Portfolios der Autoren profitieren – und sie wollen weiterhin an Aktien festhalten. Denn weitere Kursgewinne sind durchaus möglich.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Unser Portfolio hat sich in den vergangenen Tagen gut entwickelt und liegt für eine gemischte Strategie mit Aktien und Anleihen ordentlich im Plus. Trotz neuer Höchststände im Dax halten wir an unserer hohen Aktiengewichtung fest, da wir mit weiter steigenden Kursen rechnen. Solange kein wirtschaftlicher Abschwung und vor allem keine neue Rezession drohen, beurteilen wir die Aktienmarktperspektiven grundsätzlich positiv, zumal unseres Erachtens noch keine generelle Überbewertung festzustellen ist. Normalerweise verschlechtern sich die Aussichten erst dann, wenn eine deutliche Fehlbewertung vorliegt und /oder die Notenbanken zu einer wesentlich restriktiveren Geldpolitik übergehen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Im Aktienbereich haben wir derzeit ein hohes Gewicht an europäischen Aktien. Aufgrund der sich langsam verbessernden Konjunktur in der europäischen Peripherie halten wir das Aufwärtspotenzial in diesen Ländern am größten. Zusätzlich profitieren diese Börsen am stärksten von weiteren geldpolitischen Maßnahmen der EZB, die in der kommenden Woche beschlossen werden dürften.

Aus diesen Gründen bleiben wir auch in den von uns allokierten Anleihen aus Portugal und Spanien investiert, obwohl die Restrenditen nur noch wenig attraktiv erscheinen. Betrachtet man Aktien und Anleihen in unserem Portfolio separat, liegen beide Anlageklassen mit etwa sechs Prozent im Plus. Für die kommenden Monate sind die Chancen auf weitere Kursgewinne bei Aktien jedoch höher als bei Anleihen. So gehen wir weiterhin davon aus, dass die 10.000-Punkte-Marke im Dax demnächst erreicht und überschritten werden wird. Von daher ist es noch nicht zu spät, in deutsche Aktien zu investieren. Vor allem konjunktursensitive Unternehmen haben noch Kurspotenzial.

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