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01.09.2014

19:18 Uhr

Musterdepots

Wir setzen auf die Euro-Schwäche

US-Unternehmen überzeugen mit ihren Bilanzen und haben mehr Potenzial als Konzerne aus Europa, sagt unser Kommentator. Er setzt deshalb auf US-Aktien und den Dollar – und profitiert von der Euro-Schwäche.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

In den USA hat sich die Wirtschaft zuletzt in beinahe allen Teilsegmenten stark entwickelt. Spiegelbildlich dazu haussierte auch der Aktienmarkt: Die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen im S&P haben die Marke von 2.000 Punkten überwunden und damit ein neues Rekordhoch markiert.

Wir trauen US-Aktien bereits seit längerem mehr Potenzial zu als ihren europäischen Pendants. Konjunkturell präsentiert sich die US-Wirtschaft stärker, die Unternehmen haben mit ihren Ergebnissen bis zuletzt überzeugen können und anders als in Europa halten wir in den USA steigende oder zumindest stabile Margen für wahrscheinlich.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zudem rechnen wir bereits seit längerem mit einem stärkeren US-Dollar. Der Greenback dürfte angesichts der weniger expansiven Geldpolitik in den USA auch weiterhin gesucht bleiben. Vor diesem Hintergrund haben wir auch einen ordentlichen Anteil an US-Aktien im Portfolio.

Darüber hinaus haben wir mit den letzten Transaktionen das Gewicht im US-Dollar erhöht. Sowohl der Schwellenländer-Anleihenfonds als auch der Hochzinsanleihenfonds sind in US-Dollar denominiert, so dass uns die derzeitige Stärke des US-Dollar gegen den Euro entgegen kommt. Setzt sich die Euro-Schwäche fort, dürfte dies auch dem deutschen Export unter die Arme greifen und vor allem zu positiven Effekten bei den deutschen Automobilunternehmen führen.

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