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09.06.2014

18:49 Uhr

Musterdepots

Wo die Musik spielt

Daniel Hupfer, Anlagestratege des offensiven Depots glaubt: Auch nach der EZB-Zinssenkung bleiben Aktien attraktiv. Deutschland ist dabei als Anlageregion weiter interessant, größere Chancen gibt es aber anderswo.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die neuen Inflationsprognosen der EZB deuten darauf hin, dass die Zinsen noch länger niedrig bleiben werden als bislang erwartet wurde und eine erste Zinserhöhung frühestens 2017 kommen wird. Von daher stellen wir uns darauf ein, dass die Zinsen sehr niedrig bleiben werden – oder sogar noch weiter sinken.

Die positive Entwicklung an den Aktienmärkten sollte sich fortsetzen, auch wenn sich der DAX zunächst schwer tun wird, die 10.000 Punkte-Marke nachhaltig zu überwinden. Da sich die Wirtschaft zwar nur langsam, aber doch stetig erholen wird, verbessert sich das Umfeld für die Unternehmen und Unternehmensgewinne. Aktien bleiben somit attraktiv.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir sind derzeit zu etwa 75 Prozent in Aktien investiert und werden die Gewinne laufen lassen. Aus unserer Sicht ist es auch für Neuengagements noch nicht zu spät, da Aktien derzeit weder überbewertet sind, noch für 2014 oder 2015 mit einer Rezession oder mit sinkenden Unternehmensgewinnen zu rechnen ist. Deutschland bleibt als Anlageregion interessant, die eigentliche Musik spielt aber nach wir vor in Europas Peripherie.

Sollte sich die Wirtschaft dort weiter erholen, werden auch die Unternehmensgewinne wieder zulegen. Auch am US-Aktienmarkt dürften die Kurse weiter steigen. Im Anleihebereich setzen wir auf eine weitere Spread-Einengung in der europäischen Peripherie gegenüber Bundesanleihen.

Auch Unternehmensanleihen mit mäßiger und schwächerer Bonität sowie Bankenanleihen (Financials) dürften von der Geldpolitik der EZB überdurchschnittlich profitieren.

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