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14.07.2014

19:04 Uhr

Musterdepots

Wohin steuert der Goldpreis?

Experten streiten über die weitere Richtung des Goldpreises. Beide Seiten nennen gute Argumente. Auch das Thema Schwellenländer ist in den Musterdepots aktuell – und hier sind die Erwartungen hoch.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Uneinigkeit herrscht unter Experten darüber, wie es mit dem Goldpreis weitergeht. Seit Anfang Juni hat das Edelmetall seinem Ruf als Krisenanlage alle Ehre gemacht und war zuletzt wegen der zahlreichen geopolitischen Konfliktherde zwischenzeitlich um fast einhundert US-Dollar nach oben geklettert - von rund 1240 auf 1338 Dollar je Feinunze.

Optimisten setzen jetzt auch im zweiten Halbjahr auf steigende Notierungen. Eines ihrer Argumente: Da sich die Wirtschaft in Indien erhole, könnte die Nachfrage hier stark anziehen. Das Land gilt traditionell als einer der größten Käufer physischen Goldes, vor allem in der Hochzeitssaison, die nun beginnt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Im vergangenen Jahr waren die starken Goldverkäufe durch börsengehandelte Fonds und ein Rückgang der Nachfrage aus dem indischen Subkontinent maßgeblich für ein sinkendes Interesse am Edelmetall.

Skeptiker halten dagegen, dass 2013 trotz fallender Preise die Goldförderung ausgeweitet wurde, sodass derzeit unterm Strich weiterhin ein Überangebot herrsche. Auch ich mache weiter einen Bogen um das gelbe Metall. Zumindest kurzfristig sehe auch ich kein Potenzial für steigende Kurse.

Frühestens bei rund 1.100 Dollar würde ich zugegriffen. Glaubt man Fachleuten, sollte eine langfristige Preisuntergrenze auf diesem Niveau liegen - so viel koste allein die Förderung im Schnitt. Tiefere Notierungen seien nur vorübergehend denkbar, da Goldminen dann ihre Produktion einstellen würden.

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