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28.02.2014

16:25 Uhr

Musterdepots

Zeit für eine Zwischenbilanz

Nach dem ersten Monat des neuen Depotkontests wird es für unsere drei Strategen Zeit, Bilanz zu ziehen und die Taktik vielleicht zu überdenken. Daniel Hupfer erläutert, inwiefern Furcht dabei eine wichtige Rolle spielt.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Ein Monat ist vergangen seit dem Start der neuen Musterdepots. Zeit für eine Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Mein Portfolio entwickelt sich plangemäß und in Übereinstimmung zu meinen beiden obersten Zielen: Ich versuche eine jährliche Rendite zwischen sechs und acht Prozent zu erwirtschaften - und zwar möglichst kontinuierlich und unabhängig davon, in welche Richtung die Kurse an den Börsen gerade ausschlagen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der seit Anfang Februar erreichte Ertrag entspricht einer Rendite von umgerechnet über zehn Prozent per annum - das liegt bereits leicht oberhalb der angepeilten Spanne. Seine Stärke spielt mein auf Verlustvermeidung ausgerichtetes Portfolio dann aus, wenn sich die Aktienmärkte seitwärts entwickeln oder sogar starke Verluste verzeichnen.

So ging der zwischenzeitliche kräftige Rücksetzer an den Börsen in der ersten Februarwoche praktisch spurlos an meinem Depot vorbei. Das soll selbst bei noch stärkeren Abwärtsphasen so bleiben. Dafür setze ich zur Absicherung auch weiterhin spezielle Derivate ein. Im Gegenzug verzichte ich dadurch auf größere Gewinne, wenn es zu einer längeren Rally kommt - so wie in den vergangenen Tagen.

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