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07.01.2016

19:28 Uhr

Musterdepots

Zeit für Kaufkurse?

Auf dem chinesischen Aktienmarkt kracht es. Nur gut, dass Anleger in viele weitere Länder investieren können. Unsere Autoren verraten, ob und wo es inzwischen wieder Kaufkurse gibt. Und wo man vorsichtig sein muss.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Im gestrigen Handelsverlauf haben sich die Kursverluste an den Aktienmärkten nochmals kräftig ausgeweitet. Unsere Prognose für den Aktienhandel 2016, dass an allen Märkten mit erheblichen Schwankungen zu rechnen ist, wird damit bereits in der ersten Woche unerwartet kräftig unterstrichen. Allerdings bleibt die Frage, ob unser moderat positives Konjunktur-szenario für dieses Jahr durch die zuletzt veröffentlichten Daten in Frage gestellt werden kann. Eine etwas schwächere Entwicklung war zuletzt in den USA zu beobachten.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Außerdem hat der chinesische Aktienmarkt – wie bereits 2015 – kräftig korrigiert, und die Landeswährung Yuan hat abermals an Wert verloren, sodass die Diskussionen um den Zustand der chinesischen Wirtschaft frische Nahrung bekommen haben. In Bezug auf die Entwicklung in China gibt es aus unserer Sicht keine neuen Erkenntnisse. Wir haben uns im vergangenen Jahr intensiv damit auseinandergesetzt. Unsere wesentliche These ist und bleibt, dass sich das Wachstum in China strukturell weiter abschwächen wird.

In den USA hat sich vor allem der Zustand des verarbeitenden Gewerbes weiter verschlechtert. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits 2015 begonnen hat: Während die Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe mit immer weniger Optimismus in die Zukunft blicken, läuft es für die Konsumenten und die Unternehmen aus dem Dienstleistungsgewerbe weiterhin sehr gut. Bis auf weiteres bleiben wir bei unserer moderat positiven Einschätzung der Perspektiven für die US-Wirtschaft.

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