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06.10.2016

17:32 Uhr

Musterdepots

Zum Erfolg gesprintet

Mit speziellen Anlageprodukten, sogenannten Sprintzertifikaten, lässt sich dem Nullzins offenbar ein Schnippchen schlagen, zeigt Handelsblatt-Stratege Georgios Kokologiannis. Dass auch Gold ins Depot gehört, meint Privatbank-Experte Sönke Niefund.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtMit einem Wertzuwachs von knapp 20 Prozent seit dem Kauf im Februar dieses Jahres bilden die Sprintzertifikate auf den US-Aktienindex S&P 500 die renditeträchtigste Einzelposition des Musterdepots (WKN: XM84AM). Damit haben diese offensiven Anlageprodukte ihr maximales Ertragspotenzial fast vollständig ausgeschöpft. 

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dennoch verkaufe ich die Zertifikate nicht vor ihrem regulären Laufzeitende im Dezember. Sollte der S&P 500 bis dahin nicht um über sieben Prozent auf unter 2.000 Punkte fallen, können die Sprinter immerhin noch eineinhalb Prozent Seitwärtsertrag erzielen. Zusätzliche Gewinne sind zudem möglich, falls der US-Dollar im Verhältnis zum Euro bis zum Jahresende aufwerten sollte.

Gekauft hatte ich die Sprintzertifikate für das Handelsblatt-Musterdepot als im Februar als Dax & Co zeitweise auf neue Jahrestiefststände gefallen waren, um die damals niedrige Investitionsquote des Portfolios zu erhöhen. Seitdem hat sich der US-Aktienindex von seinem damaligen Kursniveau bei rund 1.815 Punkten wie erwartet deutlich erholt.

Davon haben die Sprinter überproportional profitiert. Denn Kursgewinne des S&P 500 oberhalb der Marke von 1.800 Punkten bis zu einem Stand von 2.000 Zählern wurden doppelt in Rendite für das Depot umgemünzt.

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