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23.07.2014

21:11 Uhr

Musterdepots

Zweifel an defensiver Ausrichtung

Georgios Kokologiannis zweifelt an der defensiven Strategie. Seine Depot-Kollegen haben seit Februar mit ihrer offensiven Ausrichtung stets den Vergleichsindex Stoxx 50 geschlagen. In die Offensive will er dennoch nicht.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Beim Blick auf die Portfolios meiner beiden professionellen Musterdepot-Kollegen zweifle ich hin und wieder an meiner eher defensiven Strategie: Alexander Kovalenko und Daniel Hupfer leisten Beeindruckendes, seitdem sie ihre Depots betreuen: Nahezu ununterbrochen haben sie seit Anfang Februar mit ihrer offensiven Ausrichtung den Vergleichsindex Stoxx 50 geschlagen. Dem Portfolio der Bayerischen Vermögen ist es bereits gelungen, den Gesamtertrag auf ein zweistelliges Niveau hochzutreiben.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch ich bin mir sicher: Langfristig erfolgreich investiert nur, wer ein klares (Rendite-)Ziel definiert, und dann konsequent eine geeignete Strategie verfolgt. Daher widerstehe ich Verlockungen, mehr Risiken einzugehen und versuche weiter rund sechs bis acht Prozent Ertrag pro Jahr zu erzielen. Höhere Renditen überlasse ich offensiveren Investoren.

Daher habe ich einen Großteil des Anlagekapitals in spezielle Derivate investiert, die einen gewissen Schutz gegen Kursverluste an den Aktienmärkten bieten. Dazu gehören etwa Bonuszertifikate und Discountzertifikate, die auch dann Ertrag abwerfen, wenn die Notierungen in Europa und den USA nur noch seitwärts tendieren - oder sogar an Wert einbüßen. Zudem halte ich derzeit etwa ein Drittel des Depotvermögens in Form von Bargeld.

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