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21.03.2011

07:49 Uhr

Nach Erdbeben-Schock

Warren Buffett sieht Kaufkurse in Japan

Den japanischen Aktienmarkt hat die Erdbeben-Katastrophe hart getroffen. Mehr als 2.000 Punkte verlor der Nikkei-Index in der Spitze. Viel zu viel, sagt US-Starinvestor Warren Buffett und rät zum Kauf japanischer Aktien.

Warren Buffett verbreitet in Südkorea Optimismus. Quelle: dpa

Warren Buffett verbreitet in Südkorea Optimismus.

DaeguDer US-Börsenmogul Warren Buffett hält japanische Aktien trotz der verheerenden Naturkatastrophe für eine gute Anlage. Das Erdbeben in der drittgrößten Volkswirtschaft sei ein „gewaltiger Schlag“ gewesen, stelle aber gleichzeitig eine Kaufgelegenheit dar, sagte der Starinvestor am Montag am Rande eines Besuchs in Südkorea. Der Nikkei-Index in Tokio hatte in der vergangenen Woche kräftig nachgegeben, nachdem Japan von dem stärksten Erdbeben in der Geschichte des Landes, einem darauffolgenden Tsunami und einer Atom-Katastrophe getroffen war. Noch immer kämpfen die Japaner gegen einen Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima.

Buffetts Übernahmeappetit ist auch nach einer der größten Übernahmen in der Geschichte seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway noch nicht gestillt: „Wir suchen nach großen Unternehmen, die wir kaufen können“, sagte der nach der Forbes-Liste drittreichste Mann der Welt weiter. Er würde theoretisch in jedem Land investieren, am wahrscheinlichsten aber in den USA. Berkshire Hathaway hatte in der vergangenen Woche für neun Milliarden den amerikanischen Chemikalien-Spezialisten Lubrizol erworben.

 

Von

rtr

Kommentare (4)

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Streicher

21.03.2011, 09:10 Uhr

Ich denke dann sollten wir Warren Buffet einkaufen lassen... jetzt schon. Alle Papiere auf den Markt damit Warren sie einkaufen kann!
Bei solchen Katastrophen lügen die Regierungen, die Betreiber und die Großinvestoren immer.
Im Fernsehen gab es am Wochenende entspannende Nachrichten, so kam es mir vor. Aber keiner kann die Meldungen kontrollieren. Und der Mensch relativiert ja so gerne. Es ist ja nur ein GAU und kein Super GAU. Es werden keine Millionen durch eine Explosion sterben. Nein der Tod oder "nur" die Karnkheitebn kommen schleichend.
Und in Libyen verrennnt sich der Westen abermals.

m3p

21.03.2011, 10:34 Uhr

ich bin derzeit auch wieder groß am investieren, da viele titel einfach deutlich unterbewertet sind, womit herr buffett recht behält. natürlich ist die gefahr noch nicht gebannt, aber der frühe vogel fängt den wurm. erinnere mich an conergy die an zwei tagen 130% gemacht haben. man muss ja nicht zocken, sondern kann auch in etwas sichere sachen investieren.
"bedauerlicherweise" kann man sagen,dass so ein GAU für jeden aktionär eine super möglichkeit bietet, schnelles geld zu machen.

MatthiasLeib

21.03.2011, 12:48 Uhr

Ich bin mir nicht sicher, ob Warren Buffet dieses Mal richtig liegt. Die japanische Notenbank will 37 Billonen Yen in den Markt pumpen.

Offensichtlich verstärkt sich aber die radioaktive Verseuchung noch und es wurde jetzt auch radioaktives Cäsium im Trinkwasser in Tokio entdeckt.

Wenn ich mir vorstelle, dass die japanische Industrie dann ihre Produkte mit radioaktivem Wasser herstellt und exportiert, dann stellt sich mir heute die Frage, welcher Kunde radioaktiv verseuchte Produkte wie Autos, Reifen, Flachbildfernseher, Digitalkameras, Spielekonsolen usw. in Zukunft tatsächlich kaufen wird.

Welcher Kunde will jeden Tag in einem verstrahlten Auto durch die Gegend fahren?

Welche Eltern werden mit gutem Gewissen ihren Kindern das Spielen mit radioaktiv verseuchten Spielekonsolen erlauben?

Ich denke, dass diese ganzen Gedanken nach dem ersten Schock irgendwann beim Verbraucher auftauchen. Und wenn die Verbraucher so reagieren wie aktuell beim "Bio-Sprit", dann kaufen sie nichts.

Und wenn die Verbraucher keine radioaktiv verstrahlten Produkte aus Japan kaufen, dann fließen auch keine Erlöse mehr nach Japan zurück und dann ist es auch nichts mehr mit japanischen Aktien.

Und erst dann würde in Zukunft der Schaden wirtschaftlich noch viel höher als heute vielleicht einige Menschen denken. Dann sinken sofort wieder die Aktienkurse an den Börsen, die Immobilienfonds sind dann vielleicht auch nichts mehr wert, weil in den verstrahlten Immobilien keine Menschen leben und arbeiten können usw. Eine Negativ-Kette könnte sich dann in Gang setzen und weltweit müssten dann auch die Notenbanken wieder Stützungsmaßnahmen vornehmen.

Mit meinem Text möchte ich lediglich zum Nachdenken anregen. Denn nichts wäre schlimmer als erneut unvorbereitet in eine weltweite Finanzkrise zu rutschen. Denn heute gibt es noch Chancen zu handeln, um dies alles zu verhindern.

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