Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.03.2013

07:44 Uhr

Nachgerechnet

Geldanlage so leicht wie Radfahren – aber teuer

VonGertrud Hussla

Eine relativ neue „Basisanlage“ der Deka-Gruppe verspricht Anlegern rasches Vorwärtskommen. Sie können dabei zwischen unterschiedlichen Depotstrukturen wählen. Doch die Gebühren bremsen den Wertzuwachs.

Wenn die Rendite nicht für die Gebühren reicht

Interviews: Wenn die Rendite nicht für die Gebühren reicht

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Düsseldorf„Geldanlegen so einfach wie Radfahren“, so werben die Sparkassen und die Deka-Fondsgruppe für ein relativ neues Produkt, bei dem Anleger je nach Risikoneigung 20, 40 oder 60 Prozent ihrer Einzahlungen in Aktien investieren können - je nachdem, welche Version der „Deka-Basisanlage“ sie wählen. Sparer, die dort investieren, müssen nicht darüber nachdenken, wo genau sie ihr Geld hinstecken.

Das erledigen die Profis der Deka für sie. Was nicht in der Werbung steht: Es handelt sich um die Anlage in Dachfonds mit dem Ziel, vor allem auch der Deka-Fondsgruppe neue Umsätze zuzuführen. „Ganz leicht vorwärts“ soll man da kommen.

Superreiche und ihre Aktien: Die Top 10 seit 2008

Berechnung

Vergleich von Aktien aus der Milliardärsliste, die Bloomberg veröffentlicht. Nicht alle Superreichen gründen ihren Reichtum auf Unternehmen, die an der Börse notiert sind. Einige der Aktien erlauben zudem keine Betrachtung über fünf Jahre, die hier vorgenommen wurde.

Stand: Ende Januar 2013

Jeff Bezos

Die Aktie: Amazon               (906866)  Die Performance:             299,41%

Amancio Ortega             

Die Aktie:            Inditex 756434  Die Performance:           228,00%

Jorge Lemann  

Die Aktie:            Anheuser-Busch  590932  Die Performance:           107,95%

Bernard Arnault              

Die Aktie:            LVMH   853292  Die Performance:           100,39%

Larry Ellison       

Die Aktie:            Oracle   871460  Die Performance:           96,29%

Iris Fontbona

Die Aktie:            Antofagasta       867578  Die Performance:           66,39%

Stefan Persson

Die Aktie:            Hennes & Mauritz             872318  Die Performance:           56,00%

Familie Walton 

Die Aktie:            Wal-Mart            860853  Die Performance:           53,56%

Larry Page         

Die Aktie:            Google           A0B7FY      Die Performance:           49,01%

Liliane Bettencourt        

Die Aktie:            L'Oreal  853888  Die Performance:           38,39%

Über 400 Millionen Euro haben Anleger schon in die verschiedenen Versionen der neuen „Basisanlage“ gesteckt. Besonders toll vorwärtsgekommen sind sie am Anfang natürlich nicht. Denn es sind Ausgabeaufschläge fällig: Bei der Basisanlage 40 etwa drei Prozent der Anlagesumme.

Die Manager dieser Version haben bislang allerdings gar nicht so schlecht gewirtschaftet. Sie hätte, ohne Nebenkosten, in der Zeit seit Auflage des Produkts Ende April 2012 eine aufs Jahr hochgerechnete Rendite von 5,72 Prozent erzielt.

Diese 5,72 Prozent lassen sich jedoch nur ermitteln, wenn man die aktuellen Fondsdaten auf der Website der Deka ausführlich studiert. Die „Bruttowertentwicklung“ des Fonds betrug danach 4,07 Prozent. Diese Bruttowertentwicklung, so steht es in der Fußnote, habe die auf Fondsebene anfallenden Kosten schon berücksichtigt. Dazu gehörten laufende Kosten von 1,29 Prozent und eine erfolgsbezogene Vergütung von 0,36 Prozent. Die laufenden Kosten wiederum bestehen zu 0,6 Prozent aus einer Verwaltungsvergütung.

Kommentare (15)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

derartikelisttoll

26.03.2013, 08:51 Uhr

Qualitativ hochwertiges Management und Kompetenz kostet eben seinen Preis. Bei Geldanlagen sollte man sich auf Profis verlassen.

Verwalter

26.03.2013, 09:34 Uhr

Das sehe ich genauso. Wie mein jedem guten Fonds bzw. Vermögensmanagement fallen kosten an. Selbst die Vermögensverwalter der Schönen und Reichen werden dafür bezahlt. Wer keine Lust hat, sich täglich mit der Börse zu befassen, ist mit einem solchen Fonds trotzdem gut bedient.

Banker

26.03.2013, 09:43 Uhr

So What?!
Ob es sich lohnt in Fonds zu investieren muss jeder selber wissen. Teuer - ja! Gibt es Alternativen? - nicht immer.
Lächerlich ist hier, dass nicht gesagt würde es handele sich nicht um einen Dachfonds. Erstmal ist ein Dachfonds nicht unbedingt ein Nachteil außerdem wird in jedem Produktprospekt darauf eingegangen.
Worauf in diesem Artikel allerdings gar nicht eingegangen wurde, dass die Deka Bank passiv dafür sorgt, dass Verluste über einen gewissen Zeitraum (je nach Risikostruktur) ausgeschlossen werden. Dieser Mechanismus sorgt dafür, dass jeder Anleger weiß, dass mindestens seine Einzahlsumme wieder herauskommt. Gerade den Menschen die noch 2002 und 2008 in den Knochen haben kommt das entgegen.
Für mich wäre diese Anlage nichts, aber jeder Jeck ist anders und wenn schon ein spezieller Fonds rausgepickt wird, dann sollte doch wenigsten fachlich richtig und vollständig darauf eingegangen werden.
Habe übrigens letzte Woche ein paar Unterlagen zu Fonds von Blackrock und DWS für einen Kunden angefordert. Da schlackert man dann wirklich mit den Ohren. 5-6% Ausgabeaufschlag und zusätzlich eine Verwaltungsvergütung, die bis 2,2% p.a. betragen kann.
Also vielleicht mal informieren eh man schreibt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×