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08.08.2012

15:28 Uhr

Neues von Jim O'Neill

Vergessen Sie Bric, kaufen Sie Mist

Der Investmentboom in den großen Schwellenländern, den BRIC-Staaten währte zehn Jahre. Jim O'Neill, der Erfinder des Begriffs „BRIC“, hat eine neue Investmentidee für willige Anleger: MIST.

Jim O'Neill, Erfinder des Bric-Marketings. Bernd Roselieb für Handelsblatt

Jim O'Neill, Erfinder des Bric-Marketings.

Die sogenannten MIST-Länder - Mexiko, Indonesien, Südkorea und die Türkei - sind die vier größten Märkte im Goldman Sachs N-11 Equity Fund. Der im Februar 2011 aufgelegte Fonds investiert in die Länder, die O'Neill als die „nächsten elf“ großen Schwellenländermärkte ansieht. In diesem Jahr hat der Fonds zwölf Prozent zugelegt, verglichen mit einem Plus von 1,5 Prozent im Goldman-Fonds für Brasilien, Russland, Indien und China.

„Wir beobachten jede Woche stetige Zuflüsse in den Next-11-Fonds“, erklärte O'Neill in einem Telefoninterview mit Bloomberg News. „Er ist von der Enttäuschung in den USA und besonders den europäischen Märkten sowie den Enttäuschungen in einigen der BRIC-Märkte offensichtlich nicht beeinträchtigt worden.“

Die Idee für einen Next-11-Fonds sei ihm auf einer Reise nach China und Südkorea vor zwei Jahren gekommen, erläutert O'Neill. Mit einem solchen Fonds könnten Investoren von Wachstum außerhalb der BRIC-Länder profitieren.

Die Bevölkerungen der elf Länder sind jünger als in den USA und in Europa, zudem wird das Wirtschaftswachstum durch höhere Geburtsraten beflügelt, so dass die Next-11-Länder aus dem Schatten der BRICs heraustreten, bei denen sich das Wachstum abschwächt und Investoren Gelder abziehen.

Das sind die wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt

Platz 1

Hongkong

Platz 2

USA

Platz 3

Schweiz

Platz 4

Singapur

Platz 5

Schweden

Platz 6

Kanada

Platz 7

Taiwan

Platz 8

Norwegen

Platz 9

Deutschland

Platz 10

Katar

Quelle

IMD-„World Competitiveness Ranking“ 2012.

Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.

Die Volkswirtschaften der MIST-Länder haben sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt und kommen inzwischen auf ein mit Deutschland vergleichbares Volumen. Im vergangenen Jahr trugen sie rund 73 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der N-11-Länder bei, wie Bloomberg-Daten zeigen.

Mexiko verzeichnet dank rekordhoher Auto-Exporte das zweite Jahr in Folge ein stärkeres Wachstum als Brasilien. In Indonesien ist die Wirtschaft im zweiten Quartal dank höherer Konsumausgaben und Investitionen 6,37 Prozent gewachsen und hat Ökonomen überrascht, die eine Abschwächung erwartet hatten.

Kommentare (9)

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Investmentbanker

08.08.2012, 16:25 Uhr

Bei Goldm.Sachs verdient nur einer: Goldm.Sachs.

Johnson_and_Johnson

08.08.2012, 16:52 Uhr

Auf diesen Mist kann man genauso schei... wie auf den bisherigen. Und wenn's um Goldman Sachs geht: Wegführen den Misthaufen!

Eurotiker

08.08.2012, 17:02 Uhr

MIST, da weiß man was man hat. Guten Abend.

*Die Ähnlichkeit zu einer früheren Werbung ist nicht beabsichtigt und rein zufällig ;-)

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