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30.03.2017

15:43 Uhr

Niederlande

Notenbank-Chef hält an aktueller Geldpolitik fest

EZB-Ratsmitglied Klaas Knot hält ein vorzeitiges Abschmelzen der Wertpapierverkäufe nur dann für sinnvoll, wenn die Wirtschaft sich besser entwickelt als bislang erwartet. Er hält an der derzeitigen Geldpolitik fest.

Der niederländische Notenbank-Chef hält ein vorzeitiges Abschmelzen der Wertpapierverkäufe nur dann für sinnvoll, wenn sich die Wirtschaft deutlich besser als bislang erwartet entwickelt. Reuters, Sascha Rheker

Klaas Knot

Der niederländische Notenbank-Chef hält ein vorzeitiges Abschmelzen der Wertpapierverkäufe nur dann für sinnvoll, wenn sich die Wirtschaft deutlich besser als bislang erwartet entwickelt.

AmsterdamFür EZB-Ratsmitglied Klaas Knot kommt nur dann ein vorzeitiges Abschmelzen der Wertpapierkäufe infrage, wenn sich die Konjunktur besser entwickelt als erwartet. Die EZB habe eine Fortführung ihrer Anleihenkäufe bis Dezember im monatlichen Volumen von 60 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, sagte der niederländische Notenbank-Chef am Donnerstag in Amsterdam.

Danach sollten sie so schnell wie möglich heruntergefahren werden. „Nur wenn sich die Wirtschaft sogar besser entwickelt als wir jetzt in unseren Schätzungen erwarten, könnten wir erwägen, das Tapering vorzuziehen“, sagte Knot. Unter „Tapering“ wird im Notenbank-Jargon das Abschmelzen der Wertpapier-Käufe bis auf null verstanden.

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Knot sieht derzeit keinen Anlass vom aktuellen geldpolitischen Ausblick der Europäischen Zentralbank abzurücken. „Ich glaube die Reihenfolge macht Sinn, die forward Guidance macht Sinn und ich kann keine Erfordernis sehen, das nun zu überdenken“, sagte er. Die EZB hatte unlängst bekräftigt, dass die Schlüsselzinsen weit über die Zeit des laufenden Anleihekaufprogramms hinaus auf dem aktuellen Niveau oder sogar noch niedriger liegen werden. Doch manche Notenbanker haben abweichende Vorstellungen geäußert. Die in Deutschland umstrittenen Anleihekäufen sollen noch bis mindestens Ende Dezember fortgesetzt werden und dann ein Volumen von 2,28 Billionen Euro erreichen.

Von

rtr

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