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19.02.2004

09:59 Uhr

Niedrige Schwankungsbreiten am Aktienmarkt verbilligen den Einstieg – Vergleich der Kennzahlen lohnt sich

Anleger setzen wieder auf Optionsscheine

VonStefan Richter

Rolf Brinkmann wundert sich. Die Siemens-Aktie steigt und steigt, sein Siemens-Call wird wie von einem gusseisernen Briefbeschwerer am Boden gehalten. Bei einem Hebel von „Dreikommazwo“, wie ihm sein Bankberater vorgeschwärmt hatte, hätte der Optionsschein dreikommazweimal soviel wie die Aktie steigen müssen. Da sollte man sich vielleicht mal beschweren...

HANDELSBLATT. Dabei hat Brinkmann fast alles richtig gemacht, aber eben nur fast alles. Er hat seinen Einsatz mit Bedacht gewählt, er hatte den richtigen Riecher für den Aufwärts-Trend der Siemens-Aktie, er hat den Schein von einer renommierten Bank ausgewählt. Was also lief schief?

Optionsscheine sind wegen ihres Hebels die Papiere mit der Lizenz zum schnellen Geld. „Aber die kursbestimmenden Faktoren sind eben nicht nur der Hebel, sondern auch die Volatilität und die Restlaufzeit,“ erklärt Dirk Heß vom Equity Derivative Sales Team der Investmentbank Goldman Sachs. Zwei gegenläufige Trends muss man verstehen: als die Kurse fielen, also von März 2000 bis März 2003, stieg die Volatilität – Experten bezeichnen so die Schwankungsbreite der Kurse. Seit die Notierungen wieder anziehen, also seit März 2003, fällt auch die Volatilität wieder. Das führte manchmal dazu, dass eine Aktie stieg – der darauf basierende Call-Optionsschein aber nicht in dem Maße, wie erwartet, weil er durch die sinkende Volatilität gebremst wurde. Der Hebel wurde teilweise ausgehebelt.

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