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26.05.2015

14:51 Uhr

Niedrige Zinsen als Gefahr

EZB-Rat Noyer rät zur Beobachtung von Bankensektor

Der französische Notenbankchef und EZB-Rat Christian Noyer rät zur aufmerksamen Beobachtung des Bankensektors. Die niedrigen Zinsen setzten den Geldhäusern zu. Einem möglichen Grexit sieht Noyer gelassen entgegen.

EZB-Ratsmitglied Christian Noyer rät zur aufmerksamen Beobachtung des Bankensektors. AFP

Gefahr durch Niedrigzinsen

EZB-Ratsmitglied Christian Noyer rät zur aufmerksamen Beobachtung des Bankensektors.

ParisDie Bankenbranche sollte nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Christian Noyer wegen der Marktschwankungen und niedriger Zinsen besonders aufmerksam verfolgt werden. Die Zinsmargen der Geldhäuser in seinem Heimatland hätten gelitten, sagte der Notenbankchef am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Paris. Denn die Sätze für Sparer seien reguliert und nicht mit den Marktzinsen gesunken.

Ein Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone stellt Noyer zufolge für den französischen Bankensektor inzwischen keine große Gefahr mehr dar. Die Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren ihr Engagement bei griechischen Anleihen drastisch verringert. Ein sogenannter Grexit wäre vor allem für Griechenland selbst eine Gefahr.

Nutznießer niedriger Zinsen

Staat

Der Staat verschuldet sich günstig. Für Steuerzahler bedeuten niedrigere Zinsausgaben des Staates tendenziell eine Entlastung.

Unternehmen

Unternehmen können sich günstig finanzieren. Das sichert und schafft Arbeitsplätze.

Häuslebauer

Wer einen Baukredit benötigt oder eine Anschlussfinanzierung, freut sich über niedrige Zinsen.

Die gesunkenen Renditen treffen Noyer zufolge mittelfristig vor allem Lebensversicherer. Sie würden aber auch dann leiden, sollten die Zinsen zu schnell wieder steigen. Denn dann würde der Wert ihrer Anleihenportfolios schrumpfen, was einen starken Abfluss von Kundengeldern auslösen könnte.

Von

rtr

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