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13.06.2017

13:17 Uhr

Niedrigzinspolitik

Schäuble plädiert erneut für Normalisierung des Zinsniveaus

Bundesfinanzminister Schäuble wirbt erneut für die Normalisierung des Zinsniveaus – und blickt besonders Richtung USA. Für den Politiker ist die ultralockere Geldpolitik zu risikoreich.

Der Bundesfinanzminister möchte die Politik des billigen Geldes gerne beenden. dpa

Wolfgang Schäuble

Der Bundesfinanzminister möchte die Politik des billigen Geldes gerne beenden.

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat erneut für eine Normalisierung des Zinsniveaus geworben. Die extrem lockere Geldpolitik von Zentralbanken habe in vielen Regionen dazu geführt, dass unangemessene Risiken eingegangen worden seien und sich die Politik vielerorts auf die Notenbanken verlassen habe, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. Wichtig sei nun, in den Ausstieg dieser Politik des billigen Geldes einzusteigen. Die US-Notenbank Fed habe dies mit Zinserhöhungen bereits getan. In der Euro-Zone liegt der Schlüsselsatz für die Versorgung der Banken mit Geld noch auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) habe ihre Kommunikation ein bisschen in Richtung Normalisierung geändert, ergänzte Schäuble. Eine Debatte über die Nachfolger von EZB-Präsident Mario Draghi sei derzeit überflüssig. Der Italiener ist noch bis 2019 im Amt. 

Von

rtr

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

13.06.2017, 15:31 Uhr

Statt Roß und Reiter zu nennen, bringt Schäuble schwammige und nebulöse Glaubenssätze. Darauf kann es keine Entgegnung geben.

Aber blicken wir einen Augenblick auf die Zinspolitik der FED. Sie hat ihren Leitzins bereits Ende 2008 auf Null gesenkt und erst Ende 2015 (nach 7 Jahren) wieder um 0,25 % angehoben. Das Resultat war, dass die amerikanische Wirtschaft auf ein ansehnliches Wirtschaftswachstum kam und viele Millionen neue Arbeitsplätze schuf.

Demgegenüber hat die EZB ihren Leitzins erst am 10.3.2016 auf Null gesenkt. Wir haben somit in der Euro-Zone erst 1 1/4 Jahre Nullzinpolitik hinter uns und stellen bereits fest, dass die Konjunktur in fast allen EURO-Ländern angesprungen ist. Wir hoffen nun, dass die europäische Wirtschaft möglichst lange auf dem Wachstumspfad verbleibt und Arbeitsplätze schafft. Diese Chance sollten wir nicht durch Zinsanhebungen zunichte machen.

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