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31.08.2012

15:50 Uhr

Niedrigzinspolitik

Wo Sparer überhaupt noch sparen können

VonSascha Grundmann
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Die aktuelle Niedrigzinspolitik ist für deutsche Sparer eine Katastrophe. Das Problem: An dem Zustand dürfte sich nichts ändern. Dennoch gibt es eine Alternative zu Sparbuch, Tagesgeld und anderen Zins-Produkten.

Nicht nur das Sparschwein ist ein Auslaufmodell. Auch da Sparbuch und Tagesgeldkonto taugen wegen Niedrigzinsen nur noch zum Vermögenserhalt nicht mehr zum Vermögensaufbau - das steigert die Attraktivität von Aktien. dpa

Nicht nur das Sparschwein ist ein Auslaufmodell. Auch da Sparbuch und Tagesgeldkonto taugen wegen Niedrigzinsen nur noch zum Vermögenserhalt nicht mehr zum Vermögensaufbau - das steigert die Attraktivität von Aktien.

DüsseldorfAls der Deutsche Aktienindex Dax in der vergangenen Woche erstmals seit gut vier Monaten die Marke von 7000 Punkten übersprang, mussten sich einige Experten die Augen reiben. Das hatten sie zuvor für wenig wahrscheinlich gehalten.

Ihre Skepsis ist an und für sich auch angebracht. So gibt es mindestens zwei Gründe, Aktien derzeit kritisch zu sehen. Da ist zum einen der lahmende Export der bisherigen Wirtschaftslokomotive China – im Juli fuhr das Reich der Mitte lediglich ein Prozent mehr aus als im Vorjahr.

Die Lieblingsaktien von Max Otte

Platz 10

Delta Lloyd

Otte: sehr günstige holländische Versicherung mit wenig Exposure in Südeuropa.

 

Platz 9

Alcatel-Lucent

Otte: spottbillig; allerdings muss sich das Unternehmen fangen. 100 - 200 Prozent Potential.

Platz 8

Fuchs Petrolub

Otte: Fair bewertet mit Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15; aber sehr gutes Unternehmen. Langfristige Renditeerwartung: + 10%

Platz 7

Salzgitter

Otte: Zykliker und damit sehr anfällig bei Konjunkturschwankungen. Dank der Cash-Reserven aber extrem günstig.

Platz 6

Novartis

Otte: Sichere Aktie, moderates Kurs-Gewinn-Verhältnis (11), großzügige Dividendenrendite (4%).

Platz 5

Energias des Portugal

Otte: Kurs bei knapp zwei Euro. Im Bieterverfahren Ende letzten Jahres hat das chinesische Unternehmen Three Gorges 3,45 Euro je Aktie bezahlt. Insgesamt haben die Chinesen sich 21 Prozent der Anteile gesichert.

Platz 4

Berkshire Hathaway

Otte: Dank eines Rückkaufangebots Buffetts lediglich knapp über Buchwertgehandelt. Potential 30 Prozent. Festgeldersatz

Platz 3

Enel

Otte: breit aufgestellter Versorger, spottbillig wie der Italienische Markt.

Platz 2

OMV

Otte: Unter Buchwert gehandelt, KGV bei sechs, Dividendenrendite 4,5 Prozent.

Platz 1

Nestlé

Otte: sicherste Aktie der Welt, derzeit fair bewertet.

Zum anderen drücken langsam, aber sicher die Probleme der Euro-Zone auch auf die Stimmung der deutschen Wirtschaft. Die Deutsche Bundesbank etwa teilte in ihrem jüngsten Monatsbericht mit: „Die Konjunktur in Deutschland könnte nach der Jahresmitte stärker als bisher durch die Verunsicherung im Euro-Raum beeinträchtigt werden.“ Gerade die Stabilität der deutschen Konjunktur hatte den Bullen an der Börse bislang als eines der stärksten Argumente für steigende Kurse gedient.

Die Bedenken der Deutschen Bundesbank verdrängen die Anleger allerdings offensichtlich. Vom Absturz im ersten Quartal, als er innerhalb weniger Wochen von über 7000 auf unter 6000 Punkte fiel, hat sich der Dax mittlerweile fast gänzlich erholt.

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Doch woher stammt der Optimismus der Aktienanleger in den vergangenen Wochen? Die Antwort dürfte einfach sein: Es mangelt einfach an Alternativen.

Wem das Risiko bei Aktien zu hoch ist, der wählte bislang vorzugsweise defensivere Anlageklassen. Er legte sein Geld beispielsweise auf ein Tages- oder ein Festgeldkonto. Oder er kaufte Anleihen solider Staaten. Bislang wohlgemerkt. Denn mittlerweile sind diese Alternativen keine mehr.

Kommentare (4)

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interessierterBuergerKlaus

31.08.2012, 17:34 Uhr

Ist ja ein tolles Ding, 6% Dividendenrendite und 10% Kursrückgang, so macht man heute Geschäfte. Im nächsten Geschäftsbericht erfährt der geneigte Aktionär, dass zur Verbesserung der Performance die Anlagegüter verhökert und zurückgeleast wurden.
Was mir dieser Artikel sagen soll, weiss ich wirklich nicht.

Realist

31.08.2012, 19:05 Uhr

Alles Quatsch - in Cash we trust!!!

Account gelöscht!

01.09.2012, 08:36 Uhr

"Einen ähnlichen Effekt könnten sie zwar auch damit erzielen, dass sie einfach die Ausgaben in bestimmten Bereichen senken oder die Steuern erhöhen.

Gerade Letzteres birgt aber eine Gefahr: Es dürfte den Bürgern weniger gefallen – bei der nächsten Wahl könnten die Politiker die Quittung bekommen. Und so drehen die Staaten lieber klammheimlich an der Zinsschraube. "

Was soll mir dieser Artikel, der vor Plattheiten für einen Wirtschaftsjournalisten nur so strotzt, jetzt sagen?
Die Zinsschraube ist die einzige "Waffe", die Staaten überhaupt haben um die vorherige Zockerei auf Kosten der Anleger UND Steuerzahler einzudämmen. Diese abgehobene Finanz-Wirtschaft hat die Lockerungen doch voll für den Griff in den Himmel missbraucht, und nun kreischen das der Staat nichts mehr hergibt.
Nun mal nicht jaulen, das große Fressen ist vorbei, und die vielen Scheine, die nun nicht wissen wohin, in die Realwirtschaft. Dann regt sich auch wieder die Rendite, aber dazu müssen Wirtschaftsjournalisten und Realbanker eben auch arbeiten, und nicht nur alles auf die bösen Staaten schieben, die denjenigen jetzt den Hals retten sollen, die genau diese Realwirtschaft zu Boden gedrückt haben, weil offensichtlich Geld am Computer generieren einen suchtfördernden Effekt hat, und die Rendite möglichst auch gleich in Echtzeit zu sehen sein muß. Geht mal raus in die Länder und Gemeinden und guckt wo der Schuh drückt, da gibt es genug zu verdienen. Auch ein Bulle muß fressen, und das Futter kommt von der Arbeit der Unternehmer und Arbeitnehmer und nicht aus der Notenpresse. Keine Scheine für Arbeit, keine Scheine für Apple und der Bulle hungert weiter. Dann bunkert mal weiter und nervt mit Renditefragen, dafür geht aber nicht wirklich jemand jeden Morgen zur Arbeit oder gründet eine Firma, und die Notenbanken drucken deswegen auch nicht schneller. Und solche Plattformen wie Auxmoney laufen der Börse bald den Rang ab, hoffentlich. Wer zu spät kommt ...

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