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01.05.2013

21:46 Uhr

Notenbank-Entscheid

Bernanke hält die Schleusen offen

VonNils Rüdel

Kaum Wachstum, hohe Arbeitslosigkeit, fallende Preise: Die US-Notenbank Fed ist mit der Lage der Wirtschaft unzufrieden. Das Hilfsprogramm der Währungshüter geht deshalb weiter – und könnte sogar noch ausgebaut werden.

Die USA sind nach Ansicht von Notenbankchef Ben Bernanke nicht bereit für höhere Zinsen. Reuters

Die USA sind nach Ansicht von Notenbankchef Ben Bernanke nicht bereit für höhere Zinsen.

WashingtonEine Weile hatte es ja so ausgesehen, als würde die US-Wirtschaft allmählich von selbst wieder auf die Beine kommen. Dass sich die Notenbank deshalb langsam von ihrer Politik verabschieden könnte, mit milliardenschweren Eingriffen das Wachstum anzuschieben.

Doch vorerst bleibt alles beim Alten: Wie die Federal Reserve (Fed) am Mittwoch mitteilte, wird sie den Leitzins bei 0 bis 0,25 Prozent belassen und weiterhin jeden Monat Staats- und Immobilienpapiere in Höhe von 85 Milliarden Dollar kaufen. So will Notenbank-Chef Ben Bernanke die Wirtschaft ankurbeln und hofft, dass die Arbeitslosigkeit sinkt.

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„Die Wirtschaft wächst moderat“, heißt es nun in der Mitteilung des Offenmarktausschusses FOMC, der die Politik der Notenbank bestimmt. Zwar habe sich Jobmarkt den vergangenen Monaten etwas erholt, doch die „Arbeitslosenrate bleibt hoch“.

Folglich wollen die Zentralbanker an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten, bis die Quote von derzeit 7,6 Prozent auf 6,5 Prozent gefallen ist. Analysten gehen davon aus, dass die Anleihekäufe bis mindestens 2014 weitergehen werden und die Zinsen frühestens im Jahr 2016 wieder steigen.

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Die jüngsten Daten geben Anlass zu Pessimismus: So stellte die Privatwirtschaft laut dem Arbeitsvermittler ADP im April nur 119.000 neue Mitarbeiter ein, so wenige wie seit sieben Monaten nicht mehr. Der nächste Arbeitsmarktbericht der Regierung am Freitag dürfte enttäuschend ausfallen.

Das Wachstum hatte im ersten Quartal um aufs Jahr gerechnet 2,5 Prozent zugelegt. Der Wert blieb allerdings unter den Erwartungen. Laut Schätzungen dürfte das zweite Quartal umso schwächer ausfallen, trotz positiver Signale vom Immobilienmarkt.

Kommentare (6)

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02.05.2013, 01:51 Uhr

Da kann der Heli-Ben soviel Liquidität bereitstellen wie er will - wenn dem Blümchen Licht zum Wachsen fehlt, wird es ihm eher ersaufen als zu wachsen! Ein Schicksal welches die amerikanische Wirtschaft dann mit dem gesunden Menschenverstand von Heli-Ben teilt. R.I.P

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02.05.2013, 06:17 Uhr

Geniales Konzept von Bernanke und Obama. Mit gigantischen gedruckten Geldmengen, gewaltigen Enteignungen und enormen Schulden absolut nichts zu erreichen - wenn man mal von den Bubbles und saemtlichen anderen gefaehrlichen Verwerfungen an den Finanzmaerkten absieht. Also da muss man sich wirklich fragen, warum die noch das Zepter in der Hand haben.

JJJ

02.05.2013, 08:48 Uhr

Das ist gut denn das Geld geht direkt an die Börsen... äh Wirtschaft mein ich natürlich...

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