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30.04.2015

14:01 Uhr

Ölpreiserholung schafft Spielraum

Russische Notenbank senkt ihren Leitzins

Die Erholung der Ölmärkte schafft der russischen Notenbank mehr Handlungsspielraum. Sie senkt ihren Leitzins auf 12,5 Prozent. Der Rubel erholt sich. Doch die westlichen Sanktionen bleiben weiterhin ein Belastungsfaktor.

Der russische Rubel profitiert von der Leitzinssenkung der Notenbank. dpa

Rubel im Aufwind

Der russische Rubel profitiert von der Leitzinssenkung der Notenbank.

MoskauDie russische Notenbank hat den Leitzins überraschend deutlich gesenkt. Der Schlüsselzins für die Versorgung der Banken mit Geld wurde um 1,5 Prozentpunkte auf 12,5 Prozent gekappt, wie die Zentralbank am Donnerstag mitteilte.

Experten hatten mit 13 Prozent gerechnet. Der Rubel legte nach der Entscheidung zu. Die russische Währung hatte sich in jüngster Zeit wieder gefangen, nachdem die westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise die Währung auf Talfahrt geschickt hatten. Experten erklären das Wiedererstarken mit der Erholung des Erdöl-Preises. Russland erzielt rund 40 Prozent seiner Einnahmen aus Ölexporten, daher reagiert der Rubel oft auf die Entwicklung an den Rohstoffmärkten.

Mit der Zinssenkung versucht die Regierung nun auch gegen die Rezession im Land anzugehen und damit beispielsweise Kredite günstiger zu machen: Für die Monate April bis Juni wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um zwei bis drei Prozent zum Vorjahr erwartet. Die Notenbank signalisierte, dass sie bei nachlassender Inflation zu weiteren Zinssenkungen bereit sei.

Von

rtr

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