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04.02.2012

10:04 Uhr

Oliver Postler

Börsenexperte empfiehlt „Dogs of the Dow“-Strategie

VonOliver Postler

Die Strategie, in die zehn Dow-Jones-Industrial-Aktien mit den am Jahresende höchsten Dividendenrenditen zu investieren, bleibt attraktiv. Oliver Postler, Chief-Investment-Officer der Hypo-Vereinsbank, erklärt warum.

Wall Street in New York: Welche Aktien sind denn nun die „Dogs“ 2012? AFP

Wall Street in New York: Welche Aktien sind denn nun die „Dogs“ 2012?

FrankfurtDogs of the Dow – im Kern geht es bei dieser Börsenstrategie darum, in die zehn Dow-Jones-Industrial-Aktien mit der zum Jahresende höchsten Dividendenrendite, die sogenannten Dogs, zu investieren. Eine nachhaltige, attraktive Dividende steht meist in direktem Zusammenhang mit einer guten Substanz und Qualität des Unternehmens. Idealerweise erfolgt diese Investition zum Beginn des Jahres zu gleichen Aktienanteilen.

Berücksichtigt werden dabei nur profitable Unternehmen, die wohl auch weiter eine Dividende zahlen werden. Diesen Titeln traut man im neuen Jahr eine überdurchschnittliche Wertentwicklung zu. Auch im besonders herausfordernden Jahr 2011 hat sich die Strategie bewährt.

Der breite Markt, gemessen am US-Leitindex Dow Jones, hat 2011 um 5,5 Prozent zugelegt. Ohne die Dogs wäre der Dow Jones leicht im Minus gelandet. Die Dogs 2011 konnten dagegen eine Wertentwicklung von 12,2 Prozent erzielen. Dazu kamen noch die Dividenden von rund fünf Prozent bei den Dogs versus gut drei Prozent beim Dow Jones in der Breite.

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Welche Aktien sind denn nun die Dogs 2012? Namen, die man da vielleicht gar nicht vermuten würde. Dogs klingt ja zunächst auch ein wenig abwertend. Das ist aber hier gar nicht der Fall. Die Unternehmen sind wohl allseits bekannt und weltweit tätig. Es sind: General Electric, Procter & Gamble, AT & T, Verizon, Merck , Pfizer, DuPont, Johnson & Johnson, Intel und Kraft Foods. Eine schöne Auswahl verschiedener Branchen, mit soliden Bilanzen und starken Marktpositionen.

Dies könnte einerseits interessant sein, weil Dividenden insbesondere in Zeiten überschaubaren Wachstums einen schönen Gewinntreiber für den Investor darstellen und dividendenstarke Aktien da meist eine bessere Performance gezeigt haben. Teilweise sind die Dividendenrenditen höher als die Zinsen, die von den Unternehmen derzeit für ihre Anleihen bezahlt werden.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

04.02.2012, 12:33 Uhr

Vorsicht! Wer so naiv ist, und nach o.g. Kriterien blind in die Dogs investiert, darf sich nicht wundern wenn er nach einem Jahr aus allen Träumen gerissen wird. Paradebeispiel war u.a. General Motors.
Also immer schön zumindest die Geschäftsberichte lesen. Und ein bisschen sollte man sich auch mit der Materie beschäftigen.

Profit

04.02.2012, 13:03 Uhr

Selbstverständlich sollte der Anleger sich den internationalen bzw. US-amerikanischen Markt anschauen. Es bleibt jedoch das Währungs-Risko zu erwähnen. Ein guter US-Markt kann durch einen fallenden Dollar (zum Euro) leicht kompensiert werden. Des Weiteren ist kritisch anzumerken, daß die Dividende als Auszahlung im Sinne von Cash völlig irrelevant ist. Die Cash-Position kann beim Aktionär auch durch einen im Verhältnis adaequaten Aktienverkauf hergestellt werden. Dividende ist vielmehr ein Informationsindikator, daß das Management auf Cash im Unternehmen verzichtet, weil es sich stark fühlt und optimistisch das eigene Geschäft und die eigene Stärke sieht. Typisches (negatives) Beispiel in Deutschland: Salzgitter AG. Der Vorstand bleibt auf hohen Cash-Beständen sitzen und schüttet geringe Dividenden aus, weil er sich nichts zutraut und ein bequemes Leben führen will. Von sogenannten Finanz-Experten erwarte ich fundierte Analysen und kein Dividenden-Rendite-Geschwätz.

relax

04.02.2012, 19:19 Uhr

Das von Flash klingt ja auch abgelutscht: bei Apple ist mörderische Sklavenarbeit in China durch Kinder, schwangere Frauen an der Tagesordnung um diesen unnötigen iPod-Schrott zu produzieren!! Das mit der Divirendite stimmt. Was soll das Gehetze auf diese Prozente, das ist erst relevant, wenn man genug Grundstock hat. Statt Apple mit seiner Kinderarbeit in dreckigen Schabrackenhallen wie vergrößerten Wellblechhütten dann eher British-American-Tabbacco (da zerstört man sich wenigstens selbst und nicht andere durch Konsum oder Sklavenarbeit), BASF, Roche, Chevron versus Total.

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