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15.05.2017

14:09 Uhr

Online-Broker

Depots für wenig Geld

VonJulia Groth

Depotgebühr? Das muss nicht sein. Bei Online-Brokern sind Wertpapierdepots viel günstiger als bei Filialbanken oder Sparkassen. Ein Vergleich der besten Broker für verschiedene Anlegertypen.

Die FMH-Finanzberatung hat für das Handelsblatt die Konditionen von 17 Online-Brokern untersucht.

Kosten für Online-Broker

Die FMH-Finanzberatung hat für das Handelsblatt die Konditionen von 17 Online-Brokern untersucht.

DüsseldorfDie Börsen boomen. Die großen US-Aktienindizes und auch der deutsche Dax haben im laufenden Jahr Rekordstände erreicht. Die jüngsten Kursrallys könnten unentschlossene Anleger dazu bewegen, sich aufs Börsenparkett zu trauen und Aktien zu kaufen. Ein solcher Schritt will allerdings gut geplant werden. Wer Wertpapiere kaufen will, braucht ein Depot. Und das sollte möglichst günstig sein, raten Verbraucherschützer: Denn je mehr Geld man an die Depotbank zahlt, desto weniger fließt in das eigentliche Investment, und desto niedriger fällt am Ende der Wertzuwachs aus. Auch hohe Gebühren für Wertpapierkäufe und -verkäufe knabbern an der Rendite.

Dabei gibt es bei Online-Brokern Depots für deutlich weniger Geld als bei Filialbanken oder Sparkassen. Anbieter im Internet verlangen in der Regel gar keine Depotgebühren. Zum Vergleich: Bei Banken und Sparkassen können diese pro Jahr mehrere Hundert Euro betragen, je nach Höhe der angelegten Geldsumme. Auch die Ordergebühren sind bei Online-Brokern üblicherweise deutlich niedriger. Das ist vor allem für Anleger wichtig, die viel handeln.

Die FMH-Finanzberatung hat für das Handelsblatt die Konditionen von 17 Online-Brokern untersucht. Ergebnis: Den günstigsten Anbieter zu finden ist gar nicht so einfach. Je nachdem, wie viel Geld Kunden im Depot haben und wie aktiv sie handeln, schneiden unterschiedliche Anbieter gut ab. „Nicht jeder Broker passt zu jedem Anlegertyp“, sagt FMH-Expertin Sigrid Herbst. Um zu verdeutlichen, dass die Online-Broker generell weniger Gebühren nehmen als die Filialbanken und Sparkassen, hat FMH zusätzlich für verschiedene Anlagebeispiele die Konditionen für ein Depot bei der Frankfurter Sparkasse berechnet.

Vor allem bei den Ordergebühren zeigen sich zwischen Sparkasse und Online-Brokern deutliche Preisunterschiede. Das zeigt der FMH-Vergleich.

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

15.05.2017, 17:16 Uhr

Dass Online-broker wesentlich preiswerter als Banken und Sparkassen sind, ist eine Banalität. Wesentlich interessanter ist die Frage, ob es sich wirklich lohnt, das Depot bei der Bank zu einem Online-broker zu transferieren.

Das kommt darauf an. Wenn die Bank nur Gebühren abbucht und ansonsten keine Leistungen erbringt, sollte man Adieu sagen.

Aber es gibt auch andere Fälle. Ich habe bei meiner Bank seit langen Jahren einen erfahrenen Berater, der über sehr viel know how verfügt. Er gibt mir ab und zu einen Anlagetipp, der Jahr für Jahr hohe Erträge einbringt. Weil dem so ist, gehe ich mehrmals im Jahr mit ihm in ein gutes Lokal und zahle die Bankgebühren gerne.

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