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15.04.2015

14:46 Uhr

Präsident Mario Draghi

EZB zieht den Kauf von Staatsanleihen in vollem Umfang durch

Mario Draghi verteidigt die Geldflut der EZB. Das Billionen-Kaufprogramm will er fortsetzen. Der Präsident erläutert die Entscheidungen des EZB-Rates – und lässt sich auch von einer Konfetti-Attacke nur kurz aufhalten.

Die Femen-Aktivistin springt auf den Tisch AFP

Mario Draghi geht in Deckung

Die Femen-Aktivistin springt auf den Tisch

FrankfurtNach sechs Minuten musste EZB-Präsident Mario Draghi die Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank abrupt unterbrechen. Als er gerade die Entscheidungen des EZB-Rates von diesem Vormittag erläutern will, stürmte eine Aktivistin das Podium. Die Frau sprang auf den Tisch vor Draghi, bewarf den Notenbanker mit Konfetti schrie auf Englisch „ECB Dictatorship“ (EZB-Diktatur).

Sicherheitskräfte eilten herbei und rissen die Aktivistin fort. Nach einer kurzen Pause kehrte Draghi ans Mikrofon zurück. Der Schockmoment ließ ihn augenscheinlich unbeeindruckt.

In seinen Erläuterungen bestätigte Draghi anschließend, dass die Mitglieder EZB-Rat beschlossen haben, den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent zu belassen. Auf diesem Wert liegt der Schlüsselsatz für die Geldversorgung des Bankensystems seit September 2014.

Noch wichtiger für die Investoren: EZB will den Kauf von Staatsanleihen in vollem Umfang durchziehen – obwohl sich die Konjunkturaussichten gebessert haben. „Unser Fokus wird auf der vollen Umsetzung unserer Maßnahmen liegen“, sagte Draghi. „Diese Maßnahmen werden zu einer weiteren Verbesserung der Konjunkturaussichten beitragen.“ Draghi trat damit Spekulationen entgegen, wonach die EZB ihr vor allem in Deutschland umstrittenes Programm drosseln könnte.

Kommentare (14)

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Herr Ercole Domenico

15.04.2015, 14:45 Uhr

Die Hetzkampagne der deutschen Medien gegen die jetzige Geldpolitik der EZB wird sich irgendwann als Eigentor gegen Deutschland erweisen. Dann wird man an die Worte im Zauberlehrling von Johann Wolfgang von Goethe denken : „Die ich rief, die Geister,
Werd’ ich nun nicht los.“ So schon mal geschehen vor circa 80 Jahren.

Account gelöscht!

15.04.2015, 14:58 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

Account gelöscht!

15.04.2015, 15:04 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette  

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