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28.03.2014

14:29 Uhr

Preise steigen langsamer

Inflationsrate in Deutschland sinkt weiter

Die Inflationsrate in Deutschland ist auf dem niedrigsten Stand seit 2010. Doch Experten zufolge müssen sich die Deutschen ab 2015 bereits auf deutlich höhere Inflationsraten einstellen.

Die Inflationsrate in Deutschland sinkt weiter: Lebensmittel kosteten im Schnitt nur noch 2,2 Prozent mehr als im März 2013. dpa

Die Inflationsrate in Deutschland sinkt weiter: Lebensmittel kosteten im Schnitt nur noch 2,2 Prozent mehr als im März 2013.

BerlinDie Preise in Deutschland steigen so langsam wie seit gut dreieinhalb Jahren nicht mehr. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im März nur noch um durchschnittlich 1,0 Prozent zum Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. „Das ist der niedrigste Wert seit August 2010“, sagte eine Statistikerin. „Dafür sorgte vor allem der geringere Preisauftrieb bei den Nahrungsmitteln.“ Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einer Teuerungsrate von 1,1 Prozent gerechnet, nachdem sie im Februar bei 1,2 Prozent gelegen hatte.

Lebensmittel kosteten im Schnitt nur noch 2,2 Prozent mehr als im März 2013. Im Vormonat hatte es hier noch ein Plus von 3,5 Prozent gegeben. Energie verbilligte sich mit 1,6 Prozent nicht mehr ganz so stark wie zuletzt im Februar. Ökonomen machen die Preisschlacht von Discountern wie Aldi und Lidl für die geringere Inflation mitverantwortlich, die zuletzt zahlreiche Fleischprodukte billiger gemacht hatten. „Der harte Konkurrenzkampf im Lebensmittelhandel dämpft die Preise“, sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Experten zufolge müssen sich die Deutschen aber wieder auf deutlich höhere Inflationsraten einstellen: 2015 könnte sie mit 2,5 Prozent mehr als doppelt so hoch liegen wie aktuell, sagen etwa die DZ Bank und das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) voraus. Grund dafür ist der von den meisten Experten vorausgesagte Aufschwung, der zu deutlich höheren Löhnen führen dürfte. Das eröffnet den Unternehmen größeren Spielraum für Preiserhöhungen.

Von

rtr

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