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16.06.2017

11:15 Uhr

Preissteigerung

Inflation in Euro-Zone fällt auf Jahrestief

EZB-Chef Draghi kann sich bestätigt fühlen: Die Preissteigerung in der Euro-Zone liegt im Mai nur noch bei 1,4 Prozent. Die Energiepreise steigen nicht mehr so stark. Doch das Inflationsgefälle in der Euro-Zone ist hoch.

Die Energiepreise stiegen im Mai nicht mehr so stark. dpa

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Die Energiepreise stiegen im Mai nicht mehr so stark.

BrüsselDie Inflationsrate in der Euro-Zone ist im Mai auf ein Jahrestief gefallen. Die Verbraucherpreise stiegen nur noch um 1,4 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag eine frühere Schätzung bestätigte. Im April lag die Teuerungsrate mit 1,9 Prozent noch in dem von der EZB gewünschten Rahmen, die mittelfristig Werte von knapp unter zwei Prozent anstrebt.

Hauptgrund für den Rückgang: Energie verteuerte sich nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Auch bei Dienstleistungen ließ der Preisdruck nach, weil nach den Osterferien das Reisen wieder billiger wurde.

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Die amerikanische und die europäische Notenbank marschieren stärker als bisher in verschiedene Richtungen. Fed-Chefin Yellen arbeitet an einer Normalisierung der Geldpolitik. EZB-Chef Draghi verharrt im Krisenmodus.

Mit der niedrigeren Inflation sinkt der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), rasch aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik auszusteigen. Die Notenbank wagte jüngst lediglich einen Mini-Schritt in Richtung Kurswende: Sie strich die Option auf noch tiefere Zinsen aus ihren Standardformulierungen und bewertete die Konjunktur etwas optimistischer.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte die Risiken für das Wachstum erstmals seit Jahren als „weitgehend ausgeglichen“ beschrieben. Höhere Zinsen dämpfen tendenziell den Preisanstieg, weil sie Kredite verteuern und das Sparen attraktiver machen.

Das Inflationsgefälle in der Euro-Zone ist nach wie vor hoch. Es reicht von Nullinflation in Irland über 1,4 Prozent in Deutschland bis hin zu 3,5 Prozent in Estland. Die EZB muss sich bei ihrem Inflationsziel an der durchschnittlichen Teuerung im Währungsraum orientieren.

Kommentare (6)

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Herr J.-Fr. Pella

16.06.2017, 12:58 Uhr

Es ist einfach unverschämt.
Die Verteuerung von Lebensmittel von mind. 2,4% wird e i n f a c h NICHT berücksichtigt.
Die Finanzwirtschaft braucht weder zu Trinken noch zu Essen, und die Menschen zählen einfach nicht. Es ist (ißt) schon pervide.
the stupid germanns.

G. Nampf

16.06.2017, 13:57 Uhr

@J.-Fr. Pella 16.06.2017, 12:58 Uhr

Maßgebend ist die durchschnittliche Kerninflation (also ohne Energie und Lebensmittel) in der Eurozone.

Reiner Blumenhagen

16.06.2017, 14:43 Uhr

Herr Pella, ehe Sie über die Stupid Germans schimpfen, machen Sie sich erst mal über den Inflationsbegriff schlau, informieren sich, was eine Kernrate ist und stellen sich mit diesem Ausspruch dann noch einmal vor den Spiegel.

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