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31.07.2013

16:20 Uhr

Printemps

Deutsche Bank verkauft Luxus-Kaufhaus nach Katar

Die Deutsche Bank verkauft das Pariser Luxuskaufhaus Printemps – zur Freude der Investoren. Der Kaufpreis soll bei fast zwei Milliarden Euro liegen.

Der Verkauf von Printemps wurde seit langem erwartet, nun ist es soweit. dpa

Der Verkauf von Printemps wurde seit langem erwartet, nun ist es soweit.

FrankfurtDas Pariser Luxuskaufhaus Printemps gehört künftig Investoren aus Katar und nicht mehr der Deutschen Bank. Die Immobilienfonds-Sparte von Deutschlands größtem Geldhaus bestätigte die seit langem erwartete Unterzeichnung der Verträge am Mittwoch. Der früheren RREEF gehörten bislang 70 Prozent der Kette, die neben dem Stammhaus am Pariser Boulevard Haussmann 15 weitere Warenhäuser betreibt.

Die restlichen Anteile lagen bei einer Investorengruppe um den italienischen Unternehmer Maurizio Borletti. Beide trennten sich nun von dem Aushängeschild. Den Kaufpreis nannte die Deutsche Bank nicht, Borletti war zunächst nicht zu erreichen. In Finanzkreisen war von 1,75 Milliarden Euro inklusive Schulden die Rede.

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RREEF und Borletti hatten Printemps 2006 für zusammen 1,1 Milliarden Euro vom französischen Luxuskonzern PPR (heute Kering) gekauft. Sie investierten viel Geld in die Immobilien und das Sortiment, um die Kette stärker auf das gehobene Preissegment auszurichten. Vor allem das Printemps Haussmann in Paris gilt heute als Besuchermagnet. Für die Warenhaus-Kette insgesamt hatte sich auch der französische Rivale Galeries Lafayette interessiert.

Der zuständige Deutsche-Bank-Manager Gianluca Muzzi zeigte sich mit dem Verkauf zufrieden. „Printemps wurde aus dem Portfolio eines unserer institutionellen Fonds verkauft. Das Geld fließt jetzt zurück an die Investoren“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. „Insgesamt - über alle unsere Produkte hinweg - haben wir im Moment ein bis zwei Milliarden Euro für neue Investitionen in der Kasse. Wir schauen uns 1A-Immobilien in Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien an - vorzugsweise in den Metropolen, aber nicht nur.“

Von

rtr

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